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Während das Kölner Messeteam der DACH+WAND zusammen mit dem ideellen und fachlichen Träger der internationalen Messe für Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik, dem Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks e.V.(ZVDH), in den Vorbereitungen der kommenden Branchenfachmesse, 15. bis 18. Februar 2006, steckt, arbeitet die Koelnmesse zeitgleich an einem anderen, für die DACH+WAND ebenfalls wesentliches Projekt: an der Fertigstellung des neuen Hallengeländes. Nach den Rohbauarbeiten beginnen zurzeit die Feinarbeiten, zu denen aktuell auch die Fertigstellung der Dächer und der Stahlkonstruktionen für die Lüftungs- und Klimaanlagen gehört. Im Februar wird die DACH+WAND die neuen Messehallen 6, 7 und 8 belegen und Innovationen, Verfahren, Systeme und Problemlösungen unter anderem für die Dachtechnik präsentieren. Dabei gehört angesichts der anhaltend hohen Nachfrage nach Solartechnik auch der Bereich Sonnenenergienutzung auf Dächern zu den wichtigen Themen, denen sich die kommende Messe widmen wird. Gezeigt werden Innovationen und bewährte Lösungen für die fachgerechte und architektonisch anspruchsvolle Einbindung der Kollektoren und Module in die Dachdeckung.
Kein Zweifel, der Solarmarkt brummt. Während der Bau insgesamt mit Stagnation und Rückgang zu kämpfen hat, meldet der Bundesverband der Solarindustrie (BSi) Aufsehen erregende Zuwächse. Bei der Fotovoltaik, also der Stromerzeugung mit Solarmodulen, gab es 2004 in der jährlich neu installierten Leistung einen Sprung von 140 % auf 360 Megawattpeak (MWp). Für die Jahre 2005 und 2006 sind die Prognosen moderater, aber immer noch beachtlich: Der Verband erwartet jeweils 20 % Wachstum bei den Neuinstallationen. Auch bei den thermischen Solarkollektoren, die für die Warmwasserbereitung oder die Unterstützung der Gebäudeheizung eingesetzt werden, sieht der BSi Chancen für zweistellige Zuwächse, nachdem 2004 Kollektoren mit einer Fläche von insgesamt 750.000 m² neu installiert wurden.
Laut einer repräsentativen Umfrage des Institutes für Demoskopie Allensbach ist das "Kraftwerk Sonne" für knapp drei Viertel der Bevölkerung die Wunschenergiequelle der Zukunft (74 %). Damit nimmt diese Technik eine Spitzenstellung unter allen alternativen Energieträgern ein. Zu dieser hohen Akzeptanz der Solarenergie trägt nicht zuletzt ihre Unauffälligkeit bei. Die Kollektoren und Module auf Dächern verbrauchen keinen zusätzlichen Platz, verändern nicht die Landschaft und arbeiten völlig geräuschlos. Inzwischen gelingt auch die architektonische Einbindung in die Dächer perfekt, so dass Solaranlagen nicht mehr wie ein Fremdkörper auf dem Haus wirken. Während es sich früher häufig um aufgeständerte Anlagen oberhalb der Eindeckung handelte, werden heute vor allem integrierte Anlagen verwendet, die in einer Ebene mit den Dachziegeln oder anderen Deckmaterialien liegen. Solarkollektoren oder -module sind dadurch nicht mehr Zusatzbauteile über dem Dach, sondern bilden selbst einen organischen Teil der Dachdeckung.
Die Integration gelingt beispielsweise mit Eindeckrahmen, in denen die solaraktiven Elemente liegen. Der Rahmen wird direkt auf die Sparren montiert und hat an seinen vier Seiten Anschlussprofilierungen für die fachgerechte und sichere Verbindung mit der Dachdeckung. Eine andere Möglichkeit sind Solarelemente, die optisch wie Wohndachfenster wirken und mit echten Fenstern kombiniert werden können. Bei Metalldeckungen oder auch den Abdichtungsbahnen für Flachdächer kommen häufig wenige Millimeter starke Dünnschichtmodule zum Einsatz, die schon im Werk auf das Trägermaterial appliziert werden. Auf dem Dach entsteht dann in einem Arbeitsgang mit dem Verlegen der Metallprofile oder der Abdichtungsbahn gleichzeitig auch die Solaranlage.
Diese bewährten Systeme und ihre neuesten Entwicklungen werden die Hersteller vom 15. bis 18. Februar 2006 auf der DACH+WAND in Köln präsentieren. Die internationale Leitmesse der Bedachungsbranche wird von der Koelnmesse Ausstellungen GmbH ausgerichtet. Ideeller und fachlicher Träger der Veranstaltung ist der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks e.V. Erwartet werden Profis aus Handwerk und Mittelstand, aber auch Bauherren, Architekten, Ingenieure, Bauträger und andere fachlich interessierte Besucher.
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