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Gefährliche Hindernisse durch zerstörte Blindenleitsysteme |
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Nachrichten -
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Dienstag, 31. August 2010 |
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Zuvor schneeweiße Platten sind schmutzig-grau, ihre Rillen so abgenutzt, dass sie kaum noch zu erkennen sind: Auf weiten Strecken sind erst wenige Jahre alte Orientierungshilfen für Blinde und Sehbehinderte in Berlins Straßen stark beschädigt.
Für die Betroffenen wird damit der alltägliche Gang zur Gefahr, da sie sich ohne diese visuellen und taktilen Hilfen kaum noch sicher bewegen können. Zudem sind die beschädigten Platten an Kreuzungen und Überwegen oft Stolperfallen für Fußgänger, vor allem für Kinderwagen und Rollstühle. Gerade nach dem vergangenen Winter haben Witterung, Frost- und Tauwetter sowie Salze dem Beton im hohen Maße zugesetzt. Für den Millionenschaden, den der Zustand des Materials verursacht, muss letztendlich die Stadt aufkommen. Tiefbauämter lehnen diese Platten inzwischen ab, die Senatsverwaltung verspricht für die Zukunft Besserung. Eine Arbeitsgruppe des DIN-Instituts hat unter Mitwirkung des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands eine neue Norm erarbeitet, die strengere Maßgaben für Bodenindikatoren im öffentlichen Raum festlegt.
Um den bekannten Problemen entgegen zu wirken, produziert REC Bodenplatten aus Hochleistungsbeton. Die besonders hohe Dichte des Materials erschwert die Diffusion, und verhindert so, dass sich Schmutzteilchen in den Kappilaren ablagern. Zudem benutzt das Unternehmen das Bindemittel Flowstone sowie Additive, welche die Wasserabsorption verringern und eine Selbstreinigung bewirken. Diese Platten sind bereits an vielen Stellen in Berlins Straßen eingesetzt und gelten für den Deutschen Blinden- und Sehbindertenverband (DBSV) als positives Beispiel. Im Gegensatz zu vielen anderen Leitsystemen sieht man ihnen die tägliche Nutzung und die Witterung nicht an. |