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Schweißen mit forceArc PDF Drucken E-Mail
Nachrichten - Metallbauer
Donnerstag, 12. August 2010
Artikelinhalt
Schweißen mit forceArc
Materialfluss
forceArc
Anwendung
Probelauf
Potenzial
Resultat
Nebensache rückt ins Rampenlicht

Die Entscheidung für die EWM-Technologie ist nicht schwergefallen. Als erfahrener wie umsichtiger Schweißfachmann hat Jörg Neudel stets die Hand am Puls der Branche: „Wir sind ja ein beinahe lupenreiner Schweißbetrieb mit außerordentlich hohem Qualitätsdenken. So haben wir immer mehr Stumpfnähte zu fertigen, die wir zu 100 Prozent einer Volumenprüfung unterziehen – mit Ultraschall oder Durchstrahlung. Mit forceArc wollten wir den MAG-Fügeprozess noch sicherer gestalten. Dies haben wir in der Zwischenzeit bei einigen Anwendungen mit HV- und DHV-Nähten bewiesen; dabei ist uns ein großer Qualitätssprung gelungen. Die Fehlerrate ist gegenüber dem herkömmlichen Sprüh- beziehungsweise Impulslichtbogen weitaus geringer. Ein zunächst nebensächlich erscheinender Effekt ist beinahe zum Hauptgrund für den Einsatz von forceArc avanciert – durch die gezielte Anwendung dieser Technologie im Wurzelbereich und bei Zwischenlagen sparen wir Zeit, viel Zeit“, dazu erläutert er, „früher musste die Nahtwurzel generell mit dem Fugenhobel abgetragen werden, bevor die Gegenlage auf der anderen Seite des Bleches geschweißt werden konnte. Entsprechend war die Nahtgeometrie auf zwei Drittel zu einem Drittel ausgelegt. Ein Drittel mit großem Nahtöffnungswinkel – die Seite, die ausgefugt, zwei Drittel – die Seite, die anfänglich gefüllt wurde. Mit dem jetzt für den forceArc-Prozess symmetrischen Öffnungswinkel sparen wir Nahtvolumen und haben den Winkelverzug weitaus besser im Griff“.