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Schweißen mit forceArc PDF Drucken E-Mail
Nachrichten - Metallbauer
Donnerstag, 12. August 2010
Artikelinhalt
Schweißen mit forceArc
Materialfluss
forceArc
Anwendung
Probelauf
Potenzial
Resultat
Türöffner SSO: Probelauf überzeugend

Dass das neue Verfahren überhaupt in Plauen Fuß fassen konnte, sieht Neudel auch im Engagement des EWM-Händlers, Peter Schüler, begründet. Der rührige Inhaber der Schweiß- und Schneidtechnik Oelsnitz, SSO, hat zusammen mit Plauen Stahl die Konfigurationen und Einstellungen der Maschine und des Verfahrens definiert, Kennlinien ermittelt: und er steht für einen hervorragenden Service. SSO stellte dem Stahlbauer für drei Monate eine Phoenix-Stromquelle zum Testen zur Verfügung – die Qualitäten von Maschine und Verfahren haben überzeugt.

Besondere technische wie wirtschaftliche Vorteile der Maschinen-Verfahrens-Kombination liegen für Jörg Neudel im Detail: „Entscheidend für uns ist, dass wir mit forceArc immer einen Wurzeldurchhang erzielen, dies ist beim MAG-Standard-Schweißen nicht der Fall. Dieser sogar definierte Durchhang spart unter Umständen das komplette Ausfugen der Gegenlage. Wir haben gelernt, hierfür auf den Punkt zu arbeiten“. Neudel sieht mit dem Einzug des druckvollen richtungsstabilen forceArc-Lichtbogens einen Technologiewandel in seiner Produktion einhergehen: „Früher haben wir Strecken über 500 Millimeter generell UP geschweißt. Jetzt fügen wir auch noch bis 800 Millimeter mit forceArc – sogar bis 80 Millimeter Blechdicke, wobei zum Beispiel 100 Schweißlagen gelegt werden müssen. Im Gegensatz zu UP benötigt die MAG-Variante geringere Einrichtungszeit und lässt sich überragend steuern. Zudem erzeugt sie einen hervorragenden Einbrand in der Nahtflanke. Wir haben dabei noch keinen einzigen Bindefehler zwischen den Schweißlagen feststellen können. Wenn Poren auftreten, sind Sie generell an den Grenzbereichen zum Grundwerkstoff zu finden. Selbst bei sorgfältigster Arbeitsweise traten sie an diesen Stellen immer wieder sporadisch auf“. Der Schweißfachingenieur ist überzeugt, dass hier der Grundwerkstoff mit seinen nichtmetallischen Verunreinigungen eine große Rolle spielt. Hier besteht der Wunsch einer besseren Qualität für gewalzte Bleche mit geringerem Verunreinigungsgrad.