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Donnerstag, 17. Juni 2010 |
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Der diesjährige europäische Lehmbautag der Europäischen Bildungsstätte für Lehmbau steht unter dem Motto „Europa trifft Japan“. Der japanische Lehmputz-Meister Susumu Harada und Professor Manfred Speidel besuchen die Europäische Bildungsstätte für Lehmbau in Wangelin und geben einen Einblick in die japanische Lehmbaukultur.
Am Freitag, dem 23. Juli eröffnet das Lehmmuseum Gnevsdorf die Fotoaus-stellung „Japanische Architektur und Lehmputze“. In der Ausstellung und in dem Einführungsvortrag stellt Professor Manfred Speidel traditionelle und zeitgemäße Lehmarchitektur aus Japan vor. Am bekanntesten sind hierzulande die japanischen Holz- und Lackarbeiten. Aber auch mit Putzen werden sehr edle Oberflächen geschaffen, dies nicht nur in traditionellen Teehäusern, sondern auch in modernen Bauten. Die japanische Architektur liebt das Zusammenspiel von sichtbaren Kon-struktionshölzern und glatten, teils polierten Putzflächen aus Lehm- oder Kalkputz. Tokonoma, die typischen japanischen Bildnischen, haben häufig ein Rundholz als Begrenzung - so wie es gewachsen ist. In traditionellen Teehäusern mit ihrem scheinbar schlichten Charakter erhalten auch ein-fache Lehmputze durch sorgfältige Ausführung und genaue Detailan-schlüsse an das Holz eine hohe Qualität. Es ist jedes Mal ein Ereignis für die europäischen Lehmputz-Fachkräfte einen japanischen Meister zu treffen und von ihm lernen zu können. Fach-kräfte aus sechs europäischen Ländern haben sich bereits für die 2-tägige Praxis-Werkstatt des japanischen Meisters in Wangelin, die vom 22. - 24. Juli stattfindet, angemeldet. Zum Abschluss des Werkstattkurses werden die ausgeführten Putzflächen der Öffentlichkeit vorgestellt. Dazu lädt die Europäische Bildungsstätte am Samstag, dem 24. Juli um 19 Uhr in die Lehmbauwerkstatt in Wangelin alle Interessierten ein. Das detaillierte Programm erhalten Sie unter www.earthbuilding.eu. |