|
Reicht es, wenn's gut klebt? |
|
|
|
|
Nachrichten -
Allgemein
|
|
Mittwoch, 12. Mai 2010 |
|
Seite 1 von 2 "Klebeverbindungen von Luftdichtheitsschichten am Bau. Ein Dauerthema" - so lautete das Motto des zweiten FLiB-Kongresses, zu dem im April 2010 rund 75 Teilnehmer in Kassel zusammenkamen.
Eingeladen hatte der dort ansässige Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen, kurz FLiB e. V. Im Zentrum der eintägigen Veranstaltung stand die kritische Auseinandersetzung mit baupraktischen Beispielen luftdichtender Klebeverbindungen, ergänzt durch Einblicke in Forschung und Normungsarbeit sowie rechtliche Fragestellungen. Nur weil es klebt, ist es noch nicht luftdicht. Mit diesem Zitat aus einem der Referate könnte man die vorgestellten Praxiserfahrungen zusammenfassen. Durch viele der Vorträge zog sich die Beobachtung, dass in der Regel nicht das Kleben als solches zu Problemen führt: Ursächlich für Mängel an luftdichtenden Verklebungen in Gebäuden sind viel eher fehlende Planung, für sichere Klebeverbindungen ungünstige Baustellenbedingungen sowie mangelhafte Ausführung. Entsprechend appellierten die Referenten an die Eigenverantwortung von Planern und Handwerkern. Bei der Entscheidung darüber, wie eine luftdichte Verbindung herzustellen sei, komme es weniger auf das vorhandene Regelwerk an als vielmehr auf die baupraktische Funktionsfähigkeit der gewählten Lösung. Ebenso spiele das angestrebte Energieniveau des Gebäudes eine Rolle. Dieses müsse sich auch in der Ausführung widerspiegeln.
|