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Eigenheim ist Herzensangelegenheit der Deutschen |
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Nachrichten -
Architekten + Planer
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Dienstag, 20. April 2010 |
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In Zeiten von Wirtschaftskrise und Globalisierung setzen die Deutschen in ihrer Lebensplanung verstärkt auf zwischenmenschliche Erfüllung. Dabei geht der soziale Wertewandel vor allem von der jüngeren Generation aus.
Besonders die Unter-30-Jährigen betonen, wie wichtig ihnen soziale Netzwerke und Freundschaften sind. Das Eigenheim nimmt in diesem Zusammenhang eine ganz entscheidende Rolle ein und ist nach wie vor ein sehr wichtiges Lebensziel der Deutschen. Das Haus gilt als Rückzugsort für soziale Interaktion. Erstaunlich: Gerade die Jungen wollen sesshaft werden. Dies sind die Kernergebnisse der aktuellen Braas-Studie, die den Plänen und Lebensentwürfen der Deutschen nachgegangen ist.
Für die junge Generation haben soziale Werte einen überdurchschnittlich hohen Stellenwert: Für 84 bzw. 83 Prozent der Unter-30-Jährigen sind gute Freunde und eine erfüllte Partnerschaft ein besonders wichtiges Lebensziel. Bei den 30- bis 39-Jährigen verlagert sich das soziale Netzwerk noch stärker in den Bereich von Familie (95 Prozent) und Partnerschaft (85 Prozent). Die Studie zeigt einen weiteren Klischee-Bruch auf: Die Jugend strebt nicht nach Ungebundenheit und maximaler Mobilität, sondern zeigt eine Sehnsucht nach einem klar umrissenen Lebensentwurf und einem festen Platz in der Welt. Denn gerade in der jungen Bevölkerung ist der Wunsch nach Wohneigentum besonders stark ausgeprägt. 58 Prozent der Unter-30-Jährigen träumen vom 'Projekt Eigenheim'. Lediglich 9 Prozent geben an, dass ein eigenes Haus für sie grundsätzlich nicht in Frage kommt.
Das Lebensziel der Deutschen ist und bleibt der eigene Wohnraum – ob als Haus oder Wohnung. Das Top-Sparziel ist das Eigenheim – 89 Prozent der Befragten sagen, dass es sich lohnt, für die eigenen vier Wände zu sparen. Das „eigene Dach über dem Kopf“ gilt als privater und sozialer Raum, der Geborgenheit in der Gemeinschaft, aber auch Unabhängigkeit und Raum für jeden Einzelnen bietet. 44 Prozent der Deutschen besitzen derzeit selbstgenutztes Wohneigentum. Weitere 28 Prozent wünschen sich, in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus zu leben.
Wer sich kein Eigenheim wünscht, gibt als Grund vor allem die hohen Anschaffungskosten an – allerdings relativ unabhängig vom Einkommen. Insgesamt sind es 76 Prozent der Befragten, die diese Antwort geben. Erstaunlicherweise sind die hohen Anschaffungskosten bei „Gutverdienern“ noch häufiger ein Hinderungsgrund. Bei einem Nettoeinkommen von monatlich über 2.500 € geben 81 Prozent an, sie schrecken vor den hohen Investitionssummen ab.
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