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Forschung: Alternativen für die Bordnetzmontage PDF Drucken E-Mail
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Freitag, 2. April 2010
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Forschung: Alternativen für die Bordnetzmontage
Seite 2
Im Automobilbau stehen die Weichen auf Veränderung. Ein Ansatz zur Verminderung des Kraftstoffverbrauchs bei Autos ist die Minderung des Gewichts der Fahrzeuge. Heutzutage beruht der Großteil der beliebtesten Ausstattungsmerkmale eines Neuwagens auf Funktionen, die mittels Elektronik realisiert werden. Doch die dazu notwendigen Bordnetzsysteme treiben Gewicht und Kosten der Fahrzeuge in die Höhe. Ausgehend von der Überlegung, dass die Verlegung flexibler Flachleiterkabel anstelle des herkömmlichen Kabelbaums Kosten und Gewicht der Fahrzeuge reduzieren könnte, begannen Wissenschaftler des Lehrstuhls für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (Faps) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ihre Forschungsarbeiten: Sie untersuchten die automatisierte Handhabung und Montage von flexiblen Flachleiterkabeln und entwickelten einen entsprechenden Anlagenprototyp.
Die Faps Forschungsanlage macht es möglich, mehradrige Flachleiterkabel auf dreidimensionalen, flächigen Modulen (einer Fahrzeugtür beispielsweise) Roboter geführt zu verlegen. Im Mittelpunkt der Forschung stand die Verbindung der Kabel mit Funktionselementen, da die Stränge nach der Verlegung ja nur noch von einer Seite zugänglich sind. Die mittlerweile zum Patent angemeldete Federklammer-Direktkontaktierung ist der Erfolg dieser Entwicklungsarbeit.
Bei seiner Arbeit setzt das Team um Dipl.-Inf. Markus Michl bei Schraubwerkzeug, Schraubenzuführung und Schraubsteuerungstechnik auf die Kompetenz des Schraub- und Automatisierungsspezialisten Deprag Schultz GmbH und Co. aus Bayern. Die Hauptkomponente des Schraubsystems besteht aus einem Deprag Schrauber des Typs Minimat®-E 320E27-0042 mit einem für den Anwendungsfall geeigneten Drehmomentbereich von 0,7 bis 4,2 Nm.
Zentrale Steuerungskomponente der prototypischen Faps Montageanlage ist ein PC, der über verschiedene Schnittstellen an die einzelnen Gerätesteuerungen – wie auch die AST10 – gekoppelt ist und diese bedarfsgerecht ansteuern kann. Über Ethernet ist eine Verbindung des Steuerrechners mit den beiden Maschinensteuerungen der Industrieroboter gewährleistet, denen über Datenpakete im XML-Format Fahranweisungen von extern vorgegeben werden können.

 

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