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Handwerksbetriebe auf dem Land abgeschnitten von schnellem Internetzugang |
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Allgemein
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Donnerstag, 1. April 2010 |
Tausende Handwerksbetriebe im ländlichen Raum sind in Baden-Württemberg vom schnellen Internetzugang abgeschnitten.
In einer Resolution fordert der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) vom Land die Fortführung des Förderprogramms zur Breitbandversorgung und von den Kommunen ein verpflichtendes Angebot. Vor dem Hintergrund, dass Bund und Länder ihre Verwaltungsverfahren und Ausschreibungen zügig von Papier auf elektronische Wege umstellen, bedeutet die unzureichende Anbindung an eine leistungsstarke Internetverbindung einen gravierenden Wettbewerbsnachteil. Betroffen sind mindestens 6.500 der rund 40.000 Handwerksbetriebe im ländlichen Raum, vor allen Dingen auf der Alb und im Schwarzwald. Wenn das Förderprogramm des Landes zur Breitbandinfrastruktur im ländlichen Raum Ende Juni ausläuft, seien mit Sicherheit noch nicht alle Kommunen an das Netz angeschlossen, befürchtet der Handwerkstag. Betriebe würden dann in mehrfacher Hinsicht benachteiligt. So dauere beispielsweise der Download oder das Verschicken von Bau- und Konstruktionsplänen viel zu lange, auch Bestellungen über onlinebasierte Datenbanken kosteten zu viel Zeit. Die Unternehmen hätten einen Bedarf von mindestens 6 Mbit/s. Weil Flatrate-Angebote fehlten, entstünden durch zum Teil horrende Telefonkosten erhebliche Kostennachteile gegenüber Betrieben mit schneller Internetverbindung. Für private Netzanbieter lohne sich die Investition im ländlichen Raum nicht und für Kommunen habe diese Aufgabe in Zeiten klammer Kassen keine Priorität heißt es in der Resolution des BWHT-Beirats. Dies sei auch im Eigeninteresse der Kommunen.
Weitere Informationen: www.handwerk-bw.de |