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Architekten + Planer
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Montag, 22. Februar 2010 |
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Seite 1 von 2 Die tiefe Geothermie befindet sich immer noch am Anfang ihrer Entwicklung: derzeit sind in Deutschland erst drei Heizkraftwerke zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung sowie weitere 10 reine Heizwerke, die in Wärmenetze einspeisen, in Betrieb. Auf lange Sicht soll die Geothermie zu einer wichtigen erneuerbaren Energiequelle avancieren.
In den Bereichen der Wasserkraftnutzung, der Biomasse, der Geothermie und der Solarwärme, aber auch bei der Windkraft und bei der Photovoltaik verfügt das Land Baden-Württemberg noch über unterschiedlich hohe Entwicklungspotenziale. Durch den Ausbau des Einsatzes von erneuerbaren Energien kann generell eine Win-Win-Situation mit Vorteilen für den Klimaschutz und für die Wirtschaft erreicht werden. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist auch eine Maßnahme zur Wirtschaftsförderung.
Das Land Baden-Württemberg hat dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) die Federführung für das neue "Landesforschungszentrum für Geothermie" übertragen. Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) zufolge ist die oberflächennahe Geothermie zur Wärmeversorgung von Gebäuden bereits stark verbreitet und längst bei den Bürgerinnen und Bürgern angekommen. Bei der tiefen Geothermie sieht sie hingegen immer noch Forschungs- und Entwicklungsbedarf, denn obwohl schon einige tiefe Geothermievorhaben mit Erfolg realisiert wurden, ist die Technologie noch alles andere als ausgereift und jedes neue Projekt auch heute noch ein Pilotprojekt. Ihr Ministerium will daher in den kommenden drei Jahren 300 000 Euro für Forschungsprojekte bereitstellen. Die Ausbaupotenziale der tiefen Geothermie in Baden-Württemberg werden im Energiekonzept des Landes bis 2020 für die Bruttostromerzeugung mit 0,3 Terrawattstunden (TWh) und die Wärmebereitstellung mit 1,0 TWh angenommen, dies entspricht Anteilen an der gesamten Bruttostromerzeugung in Höhe von 0,4 % und an der Wärmeerzeugung von 0,7 %. Dr. Horst Kreuter, der Vorsitzende der Sektion Tiefe Geothermie in der Geothermischen Vereinigung - Bundesverband Geothermie e.V. (GtV), erwartet in 2020 höhere Anteile von der Geothermie, sowohl bei der Stromerzeugung als auch bei der Wärmebereitstellung. Bis 2050 ist nach GtV eine Steigerung auf etwa 20 Prozent des Strom- und ca. 7,5 Prozent des Wärmebedarfs möglich.
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