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Schraube verbindet PDF Drucken E-Mail
Freitag, 22. Januar 2010
Artikelinhalt
Schraube verbindet
Gewindearten
Schraubenspitzen
Korpusbau
Bei Holzverbindungen kommen sowohl Teil- als auch Vollgewindeschrauben zum Einsatz. Je nach Anforderung greift der Fachhandwerker zur ein oder anderen Konstruktion. Jetzt verbindet eine Neuentwicklung die guten Eigenschaften beider.

In Schramberg im Schwarzwald ist man mächtig stolz. Dort wurde jetzt die Schraube neu erfunden. Zumindest ist man bei Schraubenhersteller Heco dieser Meinung. Das Unternehmen enthüllte Mitte Januar in einer eindrucksvoll inszenierten Premierenfeier ihr Geheimnis: Eine Vollgewindeschraube mit Zusammenzieheffekt.

Teil- oder Vollgewinde?

Was sich unspektakulär anhört erweist sich in der Praxis als ungemein nützlich. Wollte man bisher Holzwerkstoffe miteinander verbinden musste man zu Teilgewindeschrauben greifen. Denn beim Schrauben entsteht immer dann ein Spalt, wenn die Schraube das obere Werkstück durchdrungen hat und auf das untere trifft. Bei Vollgewindeschrauben kann sich dieser Spalt nicht mehr schließen, weil die Werkstücke vom Gewinde fixiert werden. Daher also der Griff zu Teilgewindeschrauben. Deren glatter Schraubenschaft im oberen Bereich verhindert ein Fixieren des oberen Werkstücks und presst dies mit dem Schraubenkopf auf das untere – eine feste Verbindung entsteht. Teilgewindeschrauben haben jedoch den Nachteil, sich durch Kriechen und Schwinden des Holzes zu lösen. Jeder der schon einmal (zu) spät abends nach Hause kam und versucht hat, eine knarrende und quietschende Holztreppe geräuschlos zu überwinden kann ein Lied davon singen.