Advertisement
Startseite arrow Nachrichten arrow Maler + Lackierer arrow Tipp des Monats Oktober: In Zukunft Handwerk
Tipp des Monats Oktober: In Zukunft Handwerk PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 23. September 2007

Gestern schon an Übermorgen denken

Wie werden wir morgen leben? Wie und wo arbeiten, welche Kunden bedienen, welche Märkte erschließen und welche Leute beschäftigen? Und was bieten wir den wenigen Fachkräften, damit sie überhaupt beim Handwerk arbeiten?

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Vorraussagen lässt sich die Zukunft nicht - gestalten lässt sie sich schon. Zukunft muss mit dem Kunden erarbeitet werden, nicht am Kunden vorbei. Ein Handwerker darf die Zukunft nicht nur duldend erleiden, er muss sie selbst gestalten.

"Suchen Sie heute und morgen Ihre Märkte und nutzen Sie Ihre Potenziale konsequent aus! Erkennen Sie Trends und verarbeiten Sie sie kreativ!"

In die Zukunft zu schauen ist nicht nur Kaffeesatzleserei. Die beiden Megatrends heißen "Demografiewandel" und "Individualisierung". Das es künftig weit mehr ältere Menschen als jüngere gibt – 2020 wird jeder Dritte über 60 Jahre alt sein - und das sich diese immer mehr auf ihre Klein- und Kleinstfamilien konzentrieren, daran gibt es nichts zu rütteln. Darauf können und müssen sich die Betriebe bei ihrer langfristigen Planung einstellen. Die Generation "Silber" ist kaufkräftig und anspruchsvoll. Nicht ohne Grund liegt schon heute das Durchschnittsalter der Porschefahrer bei 57 Jahren.

Ältere Kunden und deren Bedürfnisse sind die eine Folge der demografischen Entwicklung, ältere Mitarbeiter die andere. Der Kampf um guten Nachwuchs und um Fachkräfte wird ein beherrschendes Thema der nahen Zukunft sein. Das Handwerk muss daran arbeiten, dass es moderne und innovative Arbeits- und Ausbildungsplätze anbietet.

Das Handwerk muss immer noch an seinem Image feilen. Viele Menschen haben immer noch ein viel zu verstaubtes Bild vom Handwerk. Was die Nachwuchssuche und das Einstellen von Abiturienten nicht gerade einfacher macht.

Handwerk hat Zukunft. Es muss sie aber selbst aktiv gestalten. Es muss sich auf ältere Kunden und auf ältere Mitarbeiter einstellen, mehr mit anderen kooperieren, an seinem Image als Dienstleister feilen und den Kunden Vertrauen vermitteln.

Mehr zum Thema "In Zukunft? Handwerk!" lesen Sie unter www.handwerksblatt.de in der Rubrik "DHB aktuell". Hier der Link: http://www.handwerksblatt.de/Handwerk/Mittelstand/26/3522.html



Ihr Klaus Steinseifer

http://www.steinseifer.com