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Handwerk begegnet Fachkräftebedarf mit mehr Ausbildung PDF Drucken E-Mail
Samstag, 11. August 2007
Das Handwerk meldet einen Rekordzuwachs an Ausbildungsplätzen. Zum Stichtag 31. Juli sind 10201 Verträge mehr abgeschlossen worden als im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt. Das ist ein Plus von 13,4 Prozent. Insgesamt wurden bereits 86172 Verträge neu abgeschlossen, darunter 2153 in außerbetrieblichen Einrichtungen. Der positive Trend der Vormonate hält damit an.

Die Bundesagentur für Arbeit hat festgestellt, dass im Handwerk die Zahl der betrieblichen Lehrstellen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gestiegen ist. Das hat dazu beigetragen, die rechnerische Differenz zwischen gemeldeten Lehrstellen und gemeldeten Bewerbern im Vergleich zu den Vorjahren deutlich abzubauen – obwohl die Zahl der Bewerber nochmals gestiegen ist. Die Differenz liegt zum 31. Juli 2007 um ein Drittel unter der Zahl von 2004, als der Ausbildungspakt startete. Mit dem Ausbildungspakt verpflichten sich die Bundesregierung und die Spitzenverbände der Wirtschaft, in enger Zusammenarbeit mit den Ländern jedem ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen jungen Menschen ein Ausbildungsangebot zu machen.

Die Zahl der im Handwerk neu zur Verfügung gestellten Ausbildungsplätze im Rahmen des Ausbildungspaktes konnte mit über 15000 zum Stichtag nochmals gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Das Handwerk zeigt mit diesen Zahlen, dass es die Anstrengungen verstärkt, mit einer qualifizierten Ausbildung aus eigener Kraft gegen den in einigen Branchen drohenden Fachkräftemangel anzugehen. Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH): "Wir haben mit zehn Prozent die höchste Ausbildungsquote in der Wirtschaft."