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Dutzende Schieder-Töchter melden Insolvenz an PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 28. Juni 2007
Die Gespräche zur Rettung des Möbelriesen Schieder sind am 20. Juni gescheitert. Wie der Detmolder Insolvenzrichter Klaus-Peter Busch am Dienstag mitteilte, haben inzwischen gut 65 Tochterfirmen Insolvenzanträge gestellt. "Das ist die erste Flut" sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Detmold, Reinhard Seiler gegenüber dem Handelsblatt. Die IG Metall habe kaum noch Hoffnung für die deutschen Mitarbeiter. Betroffen seien alle deutschen Produktionsbetriebe und Vertriebe. Es drohe die Zerschlagung des größten europäischen Möbelherstellers mit 11000 Mitarbeitern.

Der Bielefelder Oberstaatsanwalt Klaus Pollmann teilte am 27. Juni 2007 mit, dass der 46-jährige, frühere Controlling-Leiter Andreas Hilbrink ein weitgehendes Geständnis abgelegt habe. Der Haftbefehl sei gegen eine Kaution von 75000 Euro außer Vollzug gesetzt. Die anderern ehemaligen Schieder-Manager Heinrich Griem, Unternehmensgründer Rolf Demuth und Samir Jajjawi bleiben in Untersuchungshaft. Laut Pollmann sollen sie die Bilanzen stärker geschönt haben als angenommen.