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Bilanzskandal in Europas größter Möbelfabrik |
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Freitag, 8. Juni 2007 |
Der größte europäische Möbelhersteller Schieder ist in einen Bilanzskandal verwickelt. Am 4. Juni sind vier frühere Manager des Möbelkonzerns festgenommen worden, darunter auch der Firmengründer Rolf Demuth. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld verdächtigt sie der Bilanzmanipulation und des Kreditbetrugs. Für eine Kreditsumme von insgesamt 283 Millionen Euro hätten die Beschuldigten Bilanzen der Geschäftsjahre 2004/05 und 2005/06 mutmaßlich um insgesamt 34 Mio. Euro geschönt. Mit wahrheitsgemäßen Bilanzen hätten die Banken diese Kredite kaum gewährt.
Der Möbelkonzern mit Sitz im ostwestfälischen Schieder-Schwalenberg produziert überwiegend für das untere Preissegment und beschäftigt weltweit über 11000 Mitarbeiter, davon gut 1000 in Deutschland. Im April drohte die Insolvenz, die der Möbelriese mithilfe einer Brückenfinanzierung gerade noch abwenden konnte. Seit Mitte Mai führt Ulrich Wlecke, Geschäftsführer der Restrukturierungsberatung Alix Partners, das Unternehmen kommissarisch.
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