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Lackzutaten werden knapp und teuer PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 17. September 2006

Kostensteigerung und Rohstoffverknappungen gefährden den Aufschwung in der Lackindustrie.

Alle rohölabhängigen Vorprodukte sind wegen der politischen Unwägbarkeiten der letzten Wochen und Monate drastisch teurer geworden. Dies wirkt sich auch auf die entsprechenden auf Rohöl basierenden Lackrohstoffe aus. Acrylatmonomere, die zur Herstellung wasserverdünnbarer Dispersionsbindemittel benötigt werden, sind nach wie vor verknappt. Bei Styrol, einem wesentlichen weiteren Monomerprodukt sind in den letzten 24 Monaten Kostensteigerungen um mehr als 100 Prozent festgestellt worden. Damit sind die Preise in diesem Bereich stärker gestiegen als in den letzten 30 Jahren seit der Ölkrise 1973/74. Bei Epoxidharz haben einzelne Hersteller ihre Preise in diesem Jahr bereits zweimal angehoben. Teilweise wird hier mit so genannten Zuschlägen operiert, die innerhalb von einer Monatsfrist um 100 Prozent angehoben werden. Preislich eng an das Rohöl gebundene Lösemittel stiegen im Verlauf der letzten zwölf Monate um insgesamt 15 Prozent. Bei einigen Lösemittelsorten betrugen die Verteuerungen teilweise sogar über 25 Prozent.