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Tipp des Monats: Kooperationen im Handwerk PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 14. September 2006

Wir alle kennen folgendes Zenario: Die Termine liegen seit Tagen fest. Alles ist im eigenen Betrieb bestens geplant:

· Vorkalkulation,
· Materialbestellung,
· Personaleinteilung
· und die komplette Baustelleninformation für den verantwortlichen Mitarbeiter.

Jetzt steht also einem guten Gelingen nichts mehr im Wege - Denkste!

Die Mitarbeiter, zwei Gesellen, sind pünktlich, um 7.30 Uhr, beim Kunden. Das Vorgewerk ist leider nicht fertig geworden. Ihre Mitarbeiter sprechen erst einmal mit den Mitarbeitern des Vorgewerkes. Nicht nur über die nicht fertiggestellte Leistung und den Grund hierfür, sondern natürlich auch über die letzten aktuellen Themen der "Weltpresse". Cirka 8.00 Uhr werden Sie informiert, dass heute auf dieser Baustelle nicht gearbeitet werden kann.
Nachdem der erste Ärger bei Ihnen abflaut, verfallen Sie in leichte Panik.

Wohin mit den Mitarbeitern?

Eine Lösung haben Sie als flexibeler Unternehmer schnell gefunden. Beide fahren auf die Baustelle B, da ist genug zu tun. Gesagt - getan. Die Beiden fahren auf die Baustelle B. Ankunftszeit 8.30 Uhr.

Mit großem Hallo werden die Beiden von ihren Kollegen begrüßt. Erst wird jetzt einmal erzählt, warum sie jetzt hier sind und dann, was so in den letzten Tagen los war. 9.00 Uhr: Zeit für die Frühstückspause.

Danach weden die zusätzlichen "Helfer" eingeteilt und eingewiesen. Gegen ca. 9.30 Uhr bis 9.45 Uhr nehmen diese Mitarbeiter etwas lustlos und unmotiviert die ihnen zugewiesenen Arbeiten auf. Meistens sind es Arbeiten, die die Verantwortlichen der Baustelle eh nicht so gerne machen wollten. Das ist nur menschlich. Auch menschlich ist es, dass die zusätzlichen "Helfer" sich nicht sonderlich ins Zeug legen. Sie sind ja nur für diesen einen Tag hier.

Das heißt für Sie und Ihr Unternehmen: Sie haben die nötigen Informationen nicht rechtszeitig erhalten, um Ihre Planung ohne Kostenaufwand zu verändern. Dem Vorgewerk ist es in der Regel völlig egal mit welchen organisatorischen Schwierigkeiten Sie zu kämpfen haben.Der Leittragende sind Sie, Ihr Unternehmen und nicht zuletzt der Bauherr.

In Summe bei mehreren Gewerken und Verzögerungen heißt das:

· Die Baustelle wird nicht pünktlich, wie versprochen, fertig.
· Mit Mehrkosten ist zu rechnen.
· Der Kunde ist verärgert!

Folge dieser Verärgerung ist immer:

Die Rechnung werden dreifach sorgfältig geprüft und das braucht seine Zeit. Das bedeutet, dass eine pünktliche Bezahlung des Handwerkers nicht mehr gewährleistet ist. Warum auch? Der / Die Handwerker sind ja auch nicht pünktlich fertig geworden.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, Sie können Ihr eigenes Unternehmen so gut organisieren wie Sie wollen. Funktioniert ein Gewerk in dieser Kette nicht, haben lieden Sie darunter. Ihre Vorkalkulation können Sie vergessen. Andere haben Ihre Marge kaputt gemacht. Wer trägt den finanziellen Schaden? Nur Sie allein! Ihren Mitarbeitern müssen Sie die Stunden bezahlen. In Rechnung stellen können Sie die verlorene Zeit niemandem. Nicht dem Vorgwerk und erst recht nicht dem Kunden.

Zusammenfassend kann man leicht errechnen:

Die Produktivität an dem genannten Beispieltag liegt bei maximal 4 Stunden pro Mitarbeiter = 8 Stunden Verlust mal Stundenlohnverrechnungssatz. Das Ergebniss ist erschreckend.

Wie oft passiert so etwas? Ein bis dreimal im Monat? Oder noch öfter? Rechnen Sie das einmal auf Ihr Geschäftsjahr hoch! Das sind drei schöne Wochen auf den Malediven für Sie uns Ihre Familie. Durch diesen Urlaub haben Ihnen andere einen Strich gemacht. Schade, es wäre schön gewesen auf den Malediven.

Fazit

Nur mit Unternehmen mit denen Sie professionell kooperieren können Sie das oben erwähnte Zenario einschränken. Nutzen Sie die Chance sich an einer Kooperation zu beteiligen oder gründen Sie eine eigene professionelle Handwerkerkooperation, damit Sie Ihren nächsten Urlaub auf den Malediven verbringen können.

Wir helfen Ihnen dabei.

Ihr Thomas Herzog


Der Autor: Thomas Herzog (53) ist Maler- und Lackierermeister, Gründer der Handwerkerkooperation Raumfabrik. Im Unternehmen "Die Steinseifer-Seminare" ist er zuständig für das Thema Kooperationen im Handwerk.

http://www.steinseifer.com