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Deutsche Bauindustrie erwartet europaweit stabiles Wachstum von zwei Prozent |
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Sonntag, 26. Februar 2006 |
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»Die Bauwirtschaft in Europa hält ihren stabilen Wachstumskurs. Wir erwarten, dass sich das jährliche Wachstum bis 2008 auf 2 Prozent beschleunigen wird.« Diese Auffassung vertrat der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dr.-Ing. Hans-Peter Keitel, zur Eröffnung des Europäischen Baukongresses am 22. Februar in Berlin. Die stärksten Impulse gingen dabei von den neuen Märkten in Mittel- und Osteuropa aus. Für Polen, Tschechien, die Slowakei und Ungarn erwartet Keitel Wachstumsraten von bis zu acht Prozent. Wie sich die europäische Bauwirtschaft insgesamt entwickeln werde, hänge jedoch entscheidend vom konjunkturellen Erholungsprozess in Deutschland ab, der größten Volkswirtschaft in Europa.
Keitel zeigte sich zuversichtlich, dass die deutsche Bauwirtschaft 2006 den negativen Umsatztrend stoppen kann. Eine »schwarze Null« rücke als Umsatzziel in den Bereich des Möglichen. »Unser Optimismus von Beginn des Jahres hält an. Seit 2000 ist die Stimmung nicht so gut gewesen«, erklärte Keitel. Auch die jüngsten Daten wiesen darauf hin, dass in Deutschland eine Trendumkehr eingesetzt habe. So hätten die Betriebe im Bauhauptgewerbe seit Mai 2005 deutlich steigende Auftragseingänge zu verzeichnen. Auch die Geschäftswartungen hätten sich erheblich verbessert.
Die Entwicklung auf dem europäischen Markt beurteilte Keitel unterschiedlich. Die Bauwirtschaft habe sich für die Zukunft auf einen wesentlich härteren Wettbewerb einzustellen, bei dem sich die Baufirmen aus den neuen EU-Mitgliedstaaten vor allem über Lohnkostenvorteile Marktanteile sichern könnten. Die deutsche Bauwirtschaft könne diesen Preiswettbewerb nicht gewinnen. »Stattdessen müssen die Unternehmen auf einen Qualitätswettbewerb um technisch anspruchsvolle Projekte setzen, bei dem Planungs- und Ausführungskompetenz sowie Kompetenzen bei Dienstleistungen rund um das Bauwerk die entscheidenden Kriterien sind«, erklärte Keitel.
Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie |