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Im Ländle fehlen 600.000 Wohnungen PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 22. Februar 2006
In Baden-Württemberg hält die Wohnungsbautätigkeit nicht mit der wachsenden Zahl der Haushalte und den Wohnwünschen der Bevölkerung Schritt: Das Nachfragepotenzial liegt zwischen 2005 und 2015 bei 577000 neuen Wohnungen. Tatsächlich neu gebaut wurden im Jahr 2004 aber nur 38000 Wohnungen. Zwei Drittel des Nachfragepotentials von fast 58000 Neubauwohnungen jährlich wird dabei auf den Eigenheimbau entfallen. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen erstellte Studie des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung in Dresden. Unter anderem trägt die Zunahme an neuen Haushalten zum Nachfragepotenzial bei. Bis 2015 rechnet das Institut mit 276000 Haushalten, die zusätzlich Wohnraum nachfragen. Veränderte Ansprüche Wohnungssuchender werden dazuführen, dass Immobilien aus der Nachkriegszeit in Zukunft auf dem Markt nicht mehr nachgefragt werden. Abriss, andere Nutzung oder das Zusammenlegen von Objekten werden nach Meinung von 29 Wohnungsmarktexperten, die das Leibnitz-Institut befragt hat, das Wohnungsangebot verringern und zu einem Neubedarf von 190000 Wohnungen führen. Die Versorgung mit altersgerechten Wohnruam wird zukünftig einen höheren Stellenwert einnehmen. Aber auch die Zahl der jüngeren Eigentümmerhaushalte wird wegen vermehrter Erbfälle größer. Profitieren von differenzierten Nachfrageprognosen können Investoren, Eigentümer wie Vermieter und ganz besonders Kommunen. Denn dieses Instrument ermöglicht, die langfristige Entwicklung der Immobilienmärkte besser abzuschätzen. Die Studie ist als Download zu erahlten www.arge-online.org