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Westdeutsche Städte stellen wieder mehr Mittel für Bau und Sanierung von Schulen, Krankenhäusern und PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 22. Januar 2006
Ostdeutsche Kommunen noch zurückhaltend Die deutschen Städte- und Gemeinden wollen 2006 wieder mehr in die Erhaltung und den Ausbau der kommunalen Infrastruktur investieren. Das ist das Ergebnis einer Kommunalumfrage, die der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dr. Hans-Peter Keitel, am 18. Januar der Berliner Wirtschaftspresse vorgestellt hat. Vor allem die westdeutschen Städte wollen angesichts des immensen Investitionsstaus in den Bereichen Schulen, Krankenhäusern und Gemeindestraßen ihre bisherige Investitionszurückhaltung aufgeben; der Hauptverband erwartet erstmals seit 2000 einen leichten Zuwachs der kommunalen Bauausgaben – und zwar von 2 bis 3 Prozent. Demgegenüber ist in den neuen Bundesländern eher mit einem weiteren Rückgang der Bauausgaben zu rechnen. Per Saldo dürfte das Volumen der kommunalen Baumaßnahmen aber um 1 bis 2 Prozent zunehmen. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2005 waren die kommunalen Bauausgaben noch um 7,9 Prozent zurückgegangen.

Mit zusätzlichen Baumaßnahmen ist nach der Kommunalumfrage vor allem in Karlsruhe (+51 Prozent), Duisburg (+30 Prozent), Bochum (+28 Prozent), Chemnitz (+26 Prozent) zu rechnen. Demgegenüber wollen München (–14 Prozent), Rostock (–56 Prozent), Köln (–9 Prozent) und Stuttgart (–16 Prozent) ihre Bauausgaben eher kürzen.