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Unternehmerwechsel im Handwerk PDF Drucken E-Mail
Montag, 9. Januar 2006
Chance oder Risiko...

... das liegt ganz bei Ihnen!

Jährlich müssen nach Expertenschätzung über 2000 Betriebe schließen, weil die Nachfolge schlecht oder gar nicht geregelt wurde. Das betrifft auch langjährig erfolgreiche Unternehmen mit guter Kapitalausstattung und ausreichender Liquidität.

Bei einem Unternehmerwechsel muss allen Beteiligten klar sein:

Dieser Prozess ist sehr schwerwiegend für das Unternehmen und sehr komplex. Was kann es "Schlimmeres" für ein Unternehmen geben, als sein Fundament zu verlieren bzw. zu wechseln? Die Übergabe hat einen großen Einfluss auf das Unternehmen selbst, die Mitarbeiter, die Kunden und allen anderen, die mit dem Unternehmen zu tun haben. Dieser Prozess muss behutsam geplant und umgesetzt werden.

Liebe Unternehmer, was glauben Sie, wie viel Zeit vom ersten Gedanken an einen Nachfolger bis zum letzten Arbeitstag vergehen sollte? Zwei Monate? Sechs Monate? Ein Jahr? Länger?

Die meisten Empfehlungen, denen ich mich nur anschließen kann, sprechen von FÜNF Jahren.

Ich sagte es schon: "Die Unternehmensübergabe ist sehr komplex und Vieles muss bedacht und richtig geplant werden!" Zu Beginn vom Senior - und wenn der/die geeignete Nachfolger/in gefunden wurde, dann auch von der Juniorchefin, dem Juniorchef.

· Wie und wann übergibt man das Unternehmen?
· Welche Übertragungsform wird gewählt?
· Wie bemisst man den Unternehmenswert?
· Wie wird der Kaufpreis finanziert?
· Welche steuerlichen Auswirkungen hat die Übergabe auf alle Beteiligten?
· Wann und wie wird der Unternehmerwechsel kommuniziert?
· Und so weiter und so weiter!

Der wichtigste Tipp dieses Monats von mir:

Lassen Sie sich beraten!

Von wem? Von einem Berater Ihres Vertrauens, Ihrer Hausbank, Ihrer zuständigen Handwerkskammer, Ihrem Steuerberater und natürlich auch von Unternehmern, die bereits einen Unternehmerwechsel vollzogen haben. Für jedes Gebiet des Unternehmerwechsels gibt es Spezialisten, die Sie befragen können und auch sollten.

Wählen Sie aber auf jeden Fall den Berater Ihres Vertrauens, der von Beginn an als neutrale Person den Übergabeprozess begleitet und über die Einhaltung des Fahrplanes wacht. Denn bei aller Planung darf man eins nicht vergessen: "Die Emotionen, insbesondere und gerade bei Familienbetrieben!" Die Tochter oder der Sohn möchte schnell das Ruder an sich reissen und eigene Ideen verwirklichen, Vater oder Mutter können aber vom Lebenswerk nicht loslassen. Und gerade hierfür benötigen Sie den neutralen Berater, den Mentor der auf Einhaltung der Regeln achtet. Das gilt natürlich auch für den Unternehmerwechsel außerhalb der Familie.

Wenn Sie es richtig angehen, dann ist der Unternehmerwechsel IHRE Chance! Aufbauend auf das Altbewährte stärken Sie das Unternehmen mit neuen Ideen!

Mein nächstes Seminar "Unternehmerwechsel im Handwerk" findet am 25. Februar 2006 statt. Hier finden Sie Ihre Informationen dazu: www.steinseifer.com.

Viel Erfolg!

Ihr
Frank Faggo


Der Autor
Frank Faggo ist Bankkaufmann, Diplom-Betriebswirt (FH), war in internationalen Großunternehmen tätig und führt seit 10 Jahren ein erfolgreiches Dienstleistungsunternehmen. Im Unternehmen "Die Steinseifer-Seminare" ist Frank Faggo zuständig für die Wissensvermittlung "Unternehmerwechsel im Handwerk" und für die "Finanz- und Zukunftsplanung im Handwerk".