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NRW: Gebäude-Check Energie und Startberatung Energie werden fortgesetzt PDF Drucken E-Mail
Montag, 9. Januar 2006
In Nordrhein-Westfalen wird die Förderung für den Gebäude-Check Energie durch Handwerksmeister und die Startberatung Energie durch Architekten und Ingenieure fortgesetzt. Dies teilte Wirtschaftsministerin Christa Thoben am 10. Januar in Düsseldorf mit. Damit wird das Vorhaben der Vorgänger-Regierung rückgängig gemacht, beide Angebote zu Beginn 2006 auslaufen zu lassen. »Wir wollen auf diese überaus erfolgreichen Beratungsangebote nicht verzichten. Dadurch werden sinnvolle Investitionen in die Energieeffizienz von Gebäuden angeschoben. Dies senkt die Energiekosten privater Haushalte und ist ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz. Gleichzeitig kommen die jährlichen Investitionen in die Gebäudemodernisierung von über 25 Millionen Euro vor allem dem örtlichen Handwerk zugute«, erklärte Ministerin Thoben.

Über 18.500mal wurden Hausbesitzer mit Hilfe des Gebäude-Checks Energie bislang auf die energetischen Schwachstellen und die Sanierungsmöglichkeiten ihres Gebäudes hingewiesen. Dabei hat sich gezeigt, dass der durchschnittliche Energieverbrauch von älteren Gebäuden (Baujahr 1980 und älter) um annähernd 50 Prozent gesenkt werden kann, also von rund 220 Kilowattstunden/m² auf zirka 115 Kilowattstunden/m² pro Jahr.

Der Gebäude-Check Energie und Startberatung Energie werden durch die Energieagentur NRW im Auftrag des Wirtschaftsministeriums koordiniert. Gebäude-Checker und Architekten beziehungsweise Ingenieure der Startberatung aus der jeweiligen Region finden sich im Internet unter www.ea-nrw.de oder bei der Energieagentur NRW (Tel: 02 02 / 2 45 52-60 beziehungsweise Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können ) sowie auf den Homepages der beteiligten Kammern.

Die Kosten eines Gebäude-Checks samt Auswertung belaufen sich auf insgesamt 77 Euro, wobei der Eigenanteil 25 Euro beträgt, das NRW-Wirtschaftsministerium trägt 52 Euro. Die ausführlichere Startberatung durch Architekt oder Ingenieur kostet 100 Euro, auch hier übernimmt das Land 52 Euro.

Ziel sei es auch, Mittel des Bundes für entsprechende Investitionsvorhaben im Gebäudebereich nach NRW zu lenken, so die Ministerin weiter. Denn die Bundesregierung will 2006 das KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm mit mindestens 1,5 Milliarden Euro ausstatten, um die Bauwirtschaft anzuregen und den Klimaschutz durch Energiesparmaßnahmen zu verbessern. Weiterhin soll mit der Fortführung der Aktionen ein kontinuierlicher Übergang von der »Initialberatung zur Energieeffizienzsteigerung« hin zum Gebäudeenergiepass gewährleistet werden. Mit diesem Energiepass wird eine EU-Richtlinie umgesetzt, nach der in Zukunft jeder Gebäudeeigentümer beim Verkauf seiner Immobilie oder bei einem Mieterwechsel einen Gebäude-Energiepass vorlegen muss. Der Pass wird wichtige Aussagen über die energetische Qualität des Gebäudes enthalten und dabei helfen, die Höhe der zukünftigen Energie- beziehungsweise Nebenkosten abzuschätzen. Wer ein Haus kauft oder eine Wohnung mietet, hat dann das Recht sich vor Abschluss eines Kauf- beziehungsweise Mietvertrags von der energetischen Qualität des Gebäudes zu überzeugen.