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Europäische Bauwirtschaft wächst leicht |
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Mittwoch, 4. Januar 2006 |
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Die Bauwirtschaft wird sich in den nächsten drei Jahren leicht erholen
Die gesamt-europäische Bauwirtschaft wird
sich in den Jahren 2006 bis 2008 leicht erholen. Einer Prognose des
Euroconstruct-Netzwerks zufolge werden in den kommenden drei Jahren
Wachstumsraten von 1,5 Prozent, 1,7 Prozent und 1,9 Prozent erwartet.
Dabei wächst das Bauvolumen in dieser Zeit in Westeuropa real nur
geringfügig, während in Ost-Mitteleuropa mit Raten von 7,5 Prozent bis 8
Prozent gerechnet wird.
Verantwortlich für den Boom im Osten Europas sind die Investitionen zum
Ausbau des Verkehrswegenetzes (Straße und Schiene) sowie Umweltprojekte.
Dabei profitieren diese Länder nachhaltig von den EU-Fördermitteln. Der
gesamte Infrastruktursektor wächst in dem angegebenen Zeitraum sogar
zweistellig. So wird für Ungarn ein Wachstum zwischen 12 und 18 Prozent
prognostiziert.
In Westeuropa hingegen wirkt die schwache Entwicklung im Wohnungsneubau,
der 2006 und 2007 schrumpfen und 2008 stagnieren wird, dämpfend auf die
Gesamtsituation. Dagegenhalten kann der Tiefbau, der von den
Investitionen in die Infrastruktur und die transeuropäischen
Verkehrsnetze profitiert. Die stärkste Dynamik unter den
westeuropäischen Ländern weist Spanien auf, wo sowohl der Wohnbau als
auch der Infrastrukturbau eine anhaltend rege Nachfrage verzeichnen.
Deutschland wird sich nach einer sehr langen Schrumpfungsphase wieder
etwas erholen - Österreich erwartet in den nächsten Jahren mit rund 2
Prozent Wachstum eine leicht überdurchschnittliche Entwicklung. |