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Baden-Württemberg: Investitionstätigkeit der Unternehmen im Baugewerbe stabilisiert sich
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Montag, 2. Januar 2006 |
161 Millionen Euro Investitionen im Bauhauptgewerbe bei; 51 Millionen Euro im Ausbaugewerbe
Im Jahr 2004 hat sich im Baugewerbe der starke Rückgang der Investitionstätigkeit des Jahres 2003 nicht weiter fortgesetzt. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes nahmen die Bruttoanlageinvestitionen im Bauhauptgewerbe (Vorbereitende Baustellenarbeiten, Hochbau und Tiefbau) im Vergleich zum Jahr 2003 sogar zu (+2 Prozent). Im Ausbaugewerbe (Bauinstallation, Sonstiges Baugewerbe) waren sie um rund 3 Prozent niedriger. 2003 hatten die Unternehmen in beiden Bereichen gegenüber dem entsprechenden Vorjahr noch etwa 22 Prozent weniger investiert.
Diese Angaben beruhen auf den Ergebnissen der Investitions- und Unternehmenserhebung, in die alle baden-württembergischen Bauunternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten einbezogen werden. Wegen des Bezugs auf Bilanzdaten der Unternehmen kann diese Erhebung erst relativ spät nach Abschluss des Geschäftsjahres durchgeführt werden.
Die befragten Unternehmen des Bauhauptgewerbes investierten im Geschäftsjahr 2004 fast 161 Millionen Euro. Zum Investitionsplus der nominalen Bruttoanlageinvestitionen im Bauhauptgewerbe trug dabei allein die Zunahme bei den Ausrüstungsinvestitionen bei. Dazu zählen beispielsweise die Neuanschaffung von Maschinen und Geräten sowie Baustellenausstattung. Gegenüber dem Jahr 2003 wurde in diesem Bereich ein Anstieg um rund 2 Prozent auf über 145 Mill. Euro gemeldet, das war über 90 Prozent der gesamten Investitionssumme der Branche. Die Investitionen in Immobilien (zum Beispiel Grundstücke mit Geschäfts-, Fabrik-, Wohngebäuden aber auch unbebaute Grundstücke) lagen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.
Da die in die Erhebung einbezogenen Unternehmen gleichzeitig weiter Beschäftigte abbauten, nahm die Investitionsintensität (Investitionen je Beschäftigten) im Vergleich zum Vorjahr um über 200 Euro auf rund 2 900 Euro zu. Das Verhältnis der Investitionen zu den im Jahr 2004 erzielten Umsätzen (Summe aus im Geschäftsjahr abgerechneten Bauleistungen und sonstigen Umsätzen) beträgt jetzt 2 Prozent (Vorjahr: 1,9 Prozent).
Nach weiteren Berechnungen des Statistischen Landesamtes betrug das Investitionsvolumen der befragten Unternehmen des Ausbaugewerbes rund 51 Millionen Euro. Der Rückgang im Jahr 2004 ist dabei allein auf die Immobilieninvestitionen zurückzuführen, die sich im Vergleich zum Jahr 2003 mehr als halbierten. Bei den Ausrüstungsinvestitionen kam es hingegen zu einer Zunahme von über 5 Prozent. Auf sie entfielen im Jahr 2004 rund 48 Millionen Euro, das waren fast 94 Prozent des gesamten Investitionsvolumens im Ausbaugewerbe.
Da bei den Unternehmen des Ausbaugewerbes die Zahl der tätigen Personen weitgehend unverändert blieb, hat sich die Investitionssumme je Beschäftigten um fast 50 Euro verringert. Damit wurden im Jahr 2004 je Beschäftigten Ausrüstungsgegenstände und Immobilien im Wert von knapp 1 400 Euro aktiviert. Der Anteil der Bruttoanlageinvestitionen am Umsatz war im Ausbaugewerbe mit 1,4 Prozent etwas geringer als ein Jahr zuvor (2003: 1,5 Prozent).
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