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NRW: 2 Prozent weniger Unternehmenspleiten, aber 27 Prozent mehr Verbraucherinsolvenzen PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 29. November 2005
Im dritten Quartal 2005 stellten 2.665 nordrhein-westfälische Unternehmen bei den Amtsgerichten des Landes einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik mitteilt, waren das 12,4 Prozent weniger als im dritten Vierteljahr 2004 (damals: 3.043 Unternehmensinsolvenzen). Dabei wurde in 1.898 Fällen ein Insolvenzverfahren eröffnet; in 767 Fällen musste die Eröffnung mangels Masse abgewiesen werden.

Neben den Unternehmen beantragten 4.845 weitere Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Dabei wurde in 4.240 Fällen (+27,2 Prozent) das 1999 im Rahmen der Insolvenzrechtsreform eingeführte Verbraucherinsolvenzverfahren für Personen, die nicht selbstständig tätig sind (zum Beispiel Arbeitnehmer/innen, Rentner/innen, Arbeitslose), in Anspruch genommen.

Insgesamt belief sich die Zahl der Insolvenzverfahren in NRW im dritten Vierteljahr 2005 auf 7.510 (Juli bis September 2004: 6.939), die in der Summe zu Forderungen in Höhe von voraussichtlich 1,7 Milliarden Euro führten.

Für die ersten neun Monate des Jahres ermittelten die Statistiker mit 21.877 eine um 8,9 Prozent höhere Gesamtzahl der Insolvenzen als von Januar bis September 2004. Dabei war die Zahl der Unternehmenszusammenbrüche mit 8.309 um 9,7 Prozent niedriger, jene der Verbraucherinsolvenzen dagegen mit 11.778 um 28,1 Prozent höher als im Vorjahr.