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Bauhauptgewerbe Baden-Württemberg: Niedrigere Produktion, aber höhere Auftragsreserven PDF Drucken E-Mail
Montag, 28. November 2005
Das Produktionsniveau der Betriebe des Bauhauptgewerbes (Vorbereitende Baustellenarbeiten, Hoch- und Tiefbau) in Baden-Württemberg lag nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes auch im Zeitraum Januar bis September 2005 unter dem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Insgesamt blieb die arbeitstäglich bereinigte reale Rohbauleistung um fast 4 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück. Dieses Produktionsminus ist allein auf den Hochbau zurückzuführen, in dem die Betriebe des Bauhauptgewerbes in den ersten neun Monaten 2005 gegenüber Januar bis September 2004 ihre Produktion um annähernd 7 Prozent verringert haben. Im Tiefbau wurde wieder das Ergebnis des Vorjahres erreicht.

Die geringere Produktion bei gleichzeitig leicht ansteigenden Auftragseingängen führte im Hochbau dazu, dass die realen Auftragsbestände Ende September 2005 um nahezu 10 Prozent höher waren als ein Jahr zuvor. Im Tiefbau war das Auftragspolster noch wesentlich größer (+29 Prozent), dies ist insbesondere auf die Vergabe einiger Großprojekte im Sommer zurückzuführen.

Nach dem vom Statistischen Landesamt angewandten Verfahren zur Berechnung der Auftragsreichweite, in der die durchschnittliche Produktion der letzten zwölf Monate berücksichtigt wird, sichern diese Auftragsbestände theoretisch im Hochbau für rund 4 ½ Monate und im Tiefbau für 5 ½ Monate die Beschäftigung. Damit sind die Auftragsreserven so hoch wie schon lange nicht mehr zum Ende eines 3. Quartals.