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Besucherrekord beim bundesweiten Tag des Passivhauses 2005
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Donnerstag, 24. November 2005 |
10.000 Menschen erleben Wärme ohne aktive Heizung in über 200 energiesparenden Passivhäusern in ganz Deutschland
Der zweite bundesweite Tag des Passivhauses am 12. und 13. November hat wesentlich mehr Menschen angezogen als im Vorjahr. Die Organisatoren von der in Darmstadt ansässigen IG Passivhaus wurden vom Besucheransturm völlig überrascht: Waren es im vergangenen Jahr noch 7.500 Besucher, so klopften dieses Jahr 10.000 Interessierte in ganz Deutschland an die wärmedämmenden Türen der insgesamt über 200 begehbaren Objekte. Den Besucherrekord für ein einzelnes Haus verzeichnete Oberaudorf in Bayern: Die Zählung wurde dort bei 450 Besuchern abgebrochen.
Dr. Wolfgang Feist, Entwickler des Passivhaus-Standards und Leiter des Darmstädter Passivhaus-Instituts, zeigt sich zufrieden: »Die Resonanz war noch größer als im Vorjahr. Am Tag des Passivhauses können Besucher lernen, wie sie nachhaltig den Energiebedarf eines Hauses um bis zu 90 Prozent senken und zugleich den Wohnkomfort verbessern können. Dieses Angebot nehmen sie vor allem in Zeiten hoher Öl- und Gaspreise gerne an.«
Ganz in ihrer Nähe und am eigenen Leib konnten Besucher an beiden Tagen die Behaglichkeit im Innern eines Passivhauses erleben und im Gespräch mit Passivhaus-Bewohnern, Eigentümern oder Architekten den Nutzen energieeffizenten Bauens diskutieren. Besonderes Interesse fand dabei das innovative Heizungskonzept über die Belüftungsanlage, die Nachrüstung von Altbauten nach dem Passivhaus-Standard und die Möglichkeit, in Verbindung mit einer Solaranlage ein völlig energieautarkes Passivhaus zu bauen.
Auch kritische Besucher legten ihre Bedenken schnell ab: »Dieses Haus hat keine Heizung und trotzdem ist es angenehm warm. Obwohl die Dämmung so effizient ist, ist die Luft hier viel frischer als bei mir zu Hause«, sagte der Besucher eines Hauses in Nierstein in Rheinland-Pfalz. »Das hätte ich nicht für möglich gehalten.«
Der Tag des Passivhauses fand in diesem Jahr auch bei den europäischen Nachbarn in den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Tschechien sowie in den USA statt. Die Österreicher konnten zudem einen Besucherrekord feiern: Wurden im November 2004 noch 1.000 Besucher gezählt, waren es in diesem Jahr über 3.000.
Weitere Informationen zum Passivhaus und zu bereits gebauten Objekten unter: www.ig-passivhaus.de. |