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Sto AG: Konzernumsatz wächst in den ersten drei Quartalen 2005 um 7,7 Prozent auf 569,3 Millionen Eu PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 24. November 2005
Ispo-Kaufpreis und starke Kostensteigerungen beeinträchtigen Ertrag Die Sto AG erzielte in den ersten drei Quartalen 2005 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum eine Steigerung beim Konzernumsatz um 7,7 Prozent auf 569,3 (Vorjahr: 528,6) Millionen Euro. Rückenwind erhielt das Unternehmen vor allem von den internationalen Tochtergesellschaften. Der Auslandsumsatz erhöhte sich kräftig um 13,5Prozent auf 296.3 (Vorjahr: 261,0) Millionen Euro. Diese Zunahme war im Wesentlichen operativ bedingt: Die erstmalige Konsolidierung der italienischen Tochtergesellschaft trug etwa einen Prozentpunkt, Währungseffekte rund 1,3 Prozentpunkte bei.

Dagegen wurde das Geschäft in Deutschland von den anhaltend ungünstigen konjunkturellen Rahmenbedingungen beeinträchtigt. Der Konzern-Inlandsumsatz nahm daher nur moderat um 2,0 Prozent auf 273,0 (Vorjahr: 267,6) Millionen Euro zu Der Auslandsanteil am Konzernvolumen erhöhte sich von 49,4 Prozent auf 52,0 Prozent.

Trotz des gestiegenen Umsatzes ging das Konzern-Nettoergebnis erheblich von 13,9 Millionen Euro auf 6,6 Millionen Euro zurück. Der wesentliche Grund hierfür war die Erhöhung der Rückstellung für den Kaufpreis der 2001 erworbenen Ispo GmbH, die aufgrund der positiven operativen Entwicklung von Sto nötig wurde. Darüber hinaus haben sich zum Teil kräftige Kostensteigerungen bei Rohstoffen, Energie, Logistik, Verpackungswesen und Personal ergebnismindernd ausgewirkt. Die gestiegenen Aufwendungen waren aufgrund des unvermindert starken Wettbewerbsdrucks nur unzureichend über höhere Absatzpreise am Markt weiterzugeben.

Der Konzern-Cash-Flow hat sich um 7,0 Prozent auf 41,2 (Vorjahr: 38,5) Millionen Euro verbessert. Hierbei spielte vor allem die Zuführung zur oben genannten Kaufpreisruckstellung eine Rolle. Der Cash-Flow reichte wiederum aus, um sämtliche Investitionen aus eigenen Mitteln zu finanzieren und darüber hinaus die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weiter abzubauen.

Die Investitionen in Sachanlagen wurden im Berichtszeitraum planmäßig von 12,7 Millionen Euro auf 11,5 Millionen Euro im Konzern reduziert. Schwerpunktprojekte waren die Implementierung weiterer Software-Module im Rahmen der Umstellung der IT-Infrastruktur auf SAP/R3, die Modernisierung der Produktionsanlagen in den USA sowie ein Warenverteilzentrum in Donaueschingen.

Ende September 2005 beschäftigte der Sto-Konzern insgesamt 3.915 Mitarbeiter. Dies waren 31 Personen oder 0,8 Prozent mehr als am Vorjahresstichtag. Der Personalaufbau fand ausschließlich im Ausland statt, wo die Arbeitnehmerzahl von 1.604 auf 1.660 Beschäftigte (+3,5 Prozent) stieg. Im Inland wurde dagegen die Personalstärke aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen von 2.280 auf 2.255 Angestellte (–1,1 Prozent) reduziert.

Mit Blick auf das dynamische Auslandsgeschäft geht Sto davon aus, auch im Gesamtjahr 2005 den Konzernumsatz (Vorjahr: 681,5 Millionen Euro) steigern und damit die Auswirkungen des verhaltenen Deutschlandgeschäfts mehr als ausgleichen zu können. Der Konzernjahresüberschuss wird aus heutiger Sicht aber erheblich unter dem Vorjahreswert von 10,0 Millionen Euro liegen. Der bedeutsamste Einflussfaktor hierfür ist die Erhöhung der Rückstellung für den Ispo-Kaufpreis. Darüber hinaus ist absehbar, dass der Kostendruck in allen Unternehmensbereichen anhält.