Advertisement
Startseite arrow Nachrichten arrow Dr. Robert-Murjahn-Institut gegründet
Dr. Robert-Murjahn-Institut gegründet PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 10. November 2005
Mit dem „Dr. Robert-Murjahn-Institut“ (RMI) wurde am 9. November 2005 in Ober-Ramstadt ein eigenständiges Institut ins Leben gerufen, das wissenschaftliche Untersuchungen auf den Gebieten der Beschichtungsstoffe, Fassadensysteme, Wärmedämmung und Bautenschutz durchführt und sich mit Aspekten der Umwelt und Gesundheit beschäftigt. „Ziel des RMI ist es, aktuelle Fragen zu seinen Arbeitsgebieten wissenschaftlich zu klären und für seine Auftraggeber nutzbar zu machen“, sagte Dr. Klaus Murjahn, geschäftsführender Gesellschafter der Deutschen Amphibolin-Werke von Robert Murjahn (DAW), bei der Gründungsveranstaltung: „Zu den Dienstleistungen des RMI gehören die Untersuchung und Prüfung von Beschichtungen, Fassadensystemen und Bautenschutz-Produkten hinsichtlich Eigenschaften, Nutzen und Dauerhaftigkeit genauso wie Schadensanalyse und Ursachenforschung. Die Beratung über Produktsicherheit, Umwelt, Wohnhygiene und Gesundheit bildet ein weiteres Betätigungsfeld.“

Das Forschungsinstitut für Beschichtungsstoffe, Fassadensysteme und gesundes Wohnen ist nach Dr. Robert Murjahn, dem früheren Inhaber der DAW benannt. Er war ein Chemiker mit Leib und Seele, der viele wegweisende Innovationen hervorbrachte. Dazu gehört die Dispersionsfarben-Technologie, die er 1936 entwickelte und die heute weltweit Stand der Technik ist. „Seinem Pioniergeist und seinen Qualitätsansprüchen fühlen wir uns verpflichtet“, so Dr. Klaus Murjahn.

Aus den DAW hervorgegangen, soll das RMI als unabhängiges Forschungsinstitut eine Brücke schlagen zwischen Industrie, Grundlagenforschung, Markt und Öffentlichkeit und nach streng wissenschaftlichen Kriterien arbeiten. Durch den direkten Kontakt zu den Entwicklungslabors, der Produktion und Kunden der Deutschen Amphibolin-Werke im In- und Ausland verfügt das RMI nicht nur über Wissen um Beschichtungen, sondern auch über Rohstoffe und Produktionstechniken.

Das RMI stellt seine Dienste Interessenten der Farben- und Lackbranche, dem Handwerk, der Wissenschaft und der Rohstoff-Industrie zur Verfügung. Weiterhin unterstützt es übergreifende Interessen der Branche durch Öffentlichkeitsarbeit und Mitarbeit in Gremien. Für diesen Zweck stehen Labors, Prüfeinrichtungen sowie Fachleute des RMI zur Verfügung.

Zum Leiter des Institutes wurde Dr. habil. Engin Bagda berufen, der über 30 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Entwicklung von Beschichtungsstoffen, im Prüf- und Meßwesen sowie in der Beurteilung von Baustoffen verfügt. Bagda ist Vorsitzender der europäischen Normung für Beschichtungen sowie Wärmedämm-Verbundsysteme. Er gilt in der gesamten Farben- und Lackindustrie als anerkannter Fachmann.

Das ohne öffentliche Mittel ausgestattete RMI wird mit 25 Mitarbeitern, darunter vier promovierten Chemikern und vier Lackingenieuren an den Start gehen. Ein wesentlicher Kunde werden auch in Zukunft die Deutschen Amphibolin-Werke sein. „Allerdings stehen unsere Dienste auch der Rohstoff-Industrie, Behörden, Verbänden und Gutachtern offen, da wir über die Praxiserfahrung vom Rohstoff bis zur Anwendung verfügen“, bekräftigte Bagda. Er sieht das RMI nicht als Konkurrenz zu bestehenden Instituten, sondern strebt eine Kooperation mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen an. Dieser Zusammenarbeit wird ein noch zu besetzender wissenschaftlicher Beirat dienen, in dem auch Vertreter von Verbraucher- und Umweltorganisationen mitwirken sollen. Nur so könne, äußerte Bagda, „in einer Zeit der zunehmenden Verunsicherung der Verbraucher durch ständig neue Umweltsiegel, Qualitätszeichen und Gutachten für Lacke und Farben ein sachlicher Gedankenaustausch sichergestellt werden“.