|
Stabile Wohnungsbaunachfrage in Baden-Württemberg
|
|
|
|
|
Sonntag, 6. November 2005 |
In den ersten neun Monaten fast 26.800 Wohnungen zum Bau freigegeben
Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes entwickelte sich die Nachfrage im Wohnungsneubau insgesamt, wie sie in den erteilten Baugenehmigungen (einschließlich der gemeldeten Kenntnisgaben) zum Ausdruck kommt, im 3. Quartal 2005 weiterhin recht stabil. Gegenüber den Genehmigungen der Monate Juli bis September des Vorjahres wurden im Berichtszeitraum mit annähernd 8.000 Wohnungen in neu zu errichtenden Wohngebäuden sogar um rund 10 Prozent mehr Wohnungen zum Bau freigegeben.
Beim Vergleich der Genehmigungszahlen des gesamten Zeitraums Januar bis September 2005 mit dem Vorjahr wirken sich weiteren Berechnungen des Statistischen Landesamtes zufolge allerdings immer noch die außergewöhnlich hohen Genehmigungszahlen Anfang 2004 dämpfend aus. So wurden einschließlich der Wohnungen in Wohnheimen mit gut 23.300 Einheiten in den ersten neun Monaten 2005 um nahezu 10 Prozent weniger Wohnungen zum Neubau freigegeben als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die mit Abstand größte Minusrate errechnete sich bei den Zweifamilienhäusern, in denen im Zeitraum Januar bis September 2005 mit annähernd 3.300 Wohnungen um rund 23 Prozent weniger Neubauwohnungen genehmigt wurden als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Ganz erheblich geringer fiel dagegen der Rückstand bei den Genehmigungen für Ein- und Mehrfamilienhäuser aus. So errechnete sich bei den Einfamilienhäusern in den ersten neun Monaten 2005 mit gut 11.200 Baufreigaben eine Abnahme von rund 7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2004. Dieselbe Abnahmerate ergab sich auch bei den Mehrfamilienhäusern, in denen im selben Zeitraum nahezu 8.700 Neubauwohnungen zum Bau freigegeben wurden.
Die Baufreigaben für Wohnungen, die durch Baumaßnahmen im vorhandenen Gebäudebestand neu entstehen sollen, lagen mit knapp 2.750 Einheiten in den ersten neun Monaten 2005 um 2 Prozent über Vorjahresniveau. Rechnet man noch die Wohnungen hinzu, die durch den Neubau von Nichtwohngebäuden (Gebäude, die nicht schwerpunktmäßig für Wohnzwecke genutzt werden) errichtet werden sollen, so ermittelt das Statistische Landesamt für den Zeitraum Januar bis September 2005 bei einer Gesamtzahl (Neubau und Baumaßnahmen im Bestand) von annähernd 26.800 genehmigten Wohnungen gegenüber den ersten neun Monaten 2004 einen Rückstand von rund 8 Prozent. |