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Rund 100 Vertreter von Kirchengemeinden aller Konfessionen aus ganz Nordrhein-Westfalen trafen sich zu der am 28. Oktober beginnenden, zweitägigen Tagung "Energie (Kosten) sparen - Auf dem Weg zu meiner Kirche mit Zukunft" in Altenberg.
Die Tagung wird veranstaltet vom Rheinisch-Bergischen Kreis in Kooperation mit der Energieagentur NRW, der Evangelischen Kirche im Rheinland und dem Erzbistum Köln. Ausgewiesene Experten zeigen auf, wo Einspar- und Effizienzpotentiale in Kirchengebäuden liegen. "Es werden Möglichkeiten dargestellt, mit welchen Maßnahmen Kirchengemeinden selbst aktiv werden können, sinnvoll mit Energie umzugehen um damit gleichzeitig einen Beitrag zur Entlastung des Kirchenbudgets zu leisten", erläutert Gerd Wölwer vom Rheinisch-Bergischen Kreis. "Das Spektrum reicht von der Änderung des Nutzerverhaltens bis zur energetischen Sanierung der Gemeindeliegenschaften."
Der Rheinisch-Bergische Kreis ist seit 1996 Mitglied im Klimabündnis. "Damit sagen wir ausdrücklich ja zum Klimaschutz und stellen uns der Herausforderung des Klimawandels", so Oliver Wolff, Kreisdirektor des Rheinisch-Bergischen Kreises in seiner Eröffnungsrede. "Wir sind mit dieser Mitgliedschaft bewusst besondere Verpflichtungen eingegangen, insbesondere die der Reduzierung des klimaschädigenden Schadstoffes CO2. Die Veranstaltung heute dient diesem Ziel."
Wachsender Kostendruck und knappe Kassen - so sehen landauf, landab zunehmend die Rahmenbedingungen für die Kirchengemeinden aus. Die Kirchen haben deshalb die rationelle Energieverwendung in ihren Liegenschaften längst als lohnende Möglichkeit entdeckt, die steigenden Ausgaben für Strom, Wasser und Gas zu reduzieren.
"Viele von den rund 7.500 Kirchengemeinden im Lande sind seit vielen Jahren eine feste Kundengruppe der Energieagentur NRW, das heißt sie nutzen die unentgeltlichen Beratungs- und Weiterbildungsangebote in Sachen Energieeffizienz" erklärt Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW. "Die Erfahrung aus den bisherigen Beratungen zeigt, dass mit teilweise einfachen Mitteln lohnenswerte Einsparpotentiale von bis zu 30 % erreichbar sind. Das theoretische Einsparpotential bei Kirchengemeinden beider Konfessionen liegt allein in NRW bei rund 40 Millionen Euro jährlich. Die Energieagentur NRW steht allen Kirchengemeinden gerne für eine unentgeltliche Energieberatung zur Verfügung."
Um diese Potentiale zu erschließen, ist allerdings teilweise Spezialwissen erforderlich (beispielsweise bei der Beheizung von Kirchen), das den ehrenamtlich tätigen Verantwortlichen in den Gemeinden in der Regel nicht zugänglich ist. Aus diesem Grund hat die Energieagentur NRW einen Leitfaden vorgestellt, der die technischen Zusammenhänge in kirchlichen Gebäuden erläutert und Handlungsoptionen aufzeigt. Er richtet sich an die in den Kirchengemeinden für die Bereiche "Bau und Gebäudeerhaltung", "Technik" und "Finanzen" zuständigen Personen. Der Leitfaden, der eigens für die Tagung vorbereitet wurde, kann ab sofort unentgeltlich bei der Energieagentur NRW bestellt werden.
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