|
Europäische Kunststoffverarbeiter vor dramatischen Preiserhöhungen
|
|
|
|
|
Dienstag, 25. Oktober 2005 |
Sollte das verknappte Rohstoffangebot und die Erhöhung der Ölpreise zu stetigen Steigerungen der Rohstoffpreise führen, werden die Kunststoffverarbeiter in Europa eine erhebliche Preisanpassung ihrer Erzeugnisse vornehmen müssen, warnte der Verband der Europäischen Kunststoffverarbeiter (EuPC) mit Sitz in Brüssel.
Der Geschäftsführer des Verbandes, Alexandre Dangis, betonte: »Die Preise für Polymere und Additive sind bereits auf hohem Niveau. Den Ankündigungen der Rohstofflieferanten zufolge werden die Rohstoffpreise in den nächsten Monaten Rekordhöhen erreichen. In den letzten 18 Monaten waren in einigen Fällen Preisanstiege um 80 – 100 Prozent zu verzeichnen.«
Der Rohstoffanteil am Verkaufspreis des Verarbeiters kann je nach Produktgruppe zwischen 30 und 70 Prozent liegen. In diesen Fällen werde es für Kunststoffverarbeiter überlebenswichtig sein, substantielle Preiserhöhungen ihrer Produkte vorzunehmen, um einen Teil des Kostenanstiegs aufzufangen.
Dangis hob das derzeitige Dilemma der Kunststoffverarbeiter hervor: »Nicht nur die Rohstoffpreise sind gestiegen. Die Verarbeiter wurden – wie auch andere Industriezweige – durch die eskalierenden Energiekosten getroffen – einige Firmen verzeichnen einen Anstieg von mehr als hundert Prozent bei Elektrizität und Gas. Dies zusammen mit der im Oktober angekündigten Verteuerung der Rohstoffpreise bedeuten einen dramatische Entwicklung für die Branche, die die Preise im Markt nur teilweise weitergeben kann.« |