Advertisement
Startseite arrow Nachrichten arrow Konjunkturumfrage im Tischlerhandwerk macht Hoffnung
Konjunkturumfrage im Tischlerhandwerk macht Hoffnung PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 20. Juni 2004
Tischlerhandwerk Niedersachsen/Bremen: Endlich gesund geschrumpft? »Wir gehen davon aus, dass die Talsohle wohl erreicht ist!« Grund zu diesem optimistischen Urteil von Landesinnungsmeister Klaus Steiner bietet die Auswertung der aktuellen Konjunkturumfrage, die das Tischlerhandwerk in Niedersachsen und Bremen im Frühjahr 2004 unter seinen Mitgliedsbetrieben durchgeführt hat: Fast drei Viertel aller Betriebe (71 Prozent) planen nun keine Entlassungen mehr. Der Rückgang der Beschäftigung in den letzen zwölf Monaten war erstmalig nicht mehr so einschneidend wie im Zeitraum davor: In den vergangenen 30 Monaten war bereits mehr als ein Viertel aller Arbeitsplätze in den Mitgliedsbetrieben verloren gegangen.

Die stagnierende Inlandsnachfrage und die rückläufige Baukonjunktur haben drastische Schritte notwendig gemacht: Erneut mussten die Tischlereien zwischen Harz und Nordsee Umsatzrückgänge von bis zu 20 Prozent verkraften. Und wie im Vorjahr konnten sie diese Entwicklung nur durch den Abbau von Arbeitsplätzen kompensieren. Erstmals seit vielen Jahren ist die durchschnittliche Betriebsgröße wieder auf fünf Mitarbeiter gesunken.

Die Auftragsreichweite lag im Frühjahr bei durchschnittlich drei Wochen Auslastung. Dieser Wert liegt zwar etwas höher als im Frühjahr 2003. Doch die größere Auftragsreichweite erklärt sich leider hauptsächlich aus dem Rückgang der Beschäftigtenzahlen.

Weiterhin zurückhaltender Optimismus
Eine erfreuliche Entwicklung zeigt sich bei der Frage nach den Geschäftserwartungen. Immerhin setzen hier bereits 17 Prozent der Befragten (Herbst 2003 nur 13 Prozent) darauf, dass sich die Lage verbessern wird. 70 Prozent gehen davon aus, das gegenwärtige Niveau halten zu können (Herbst 2003 nur 56 Prozent). Und nur noch 13 Prozent (Herbst 2003 noch 31 Prozent) befürchten eine weitere Verschlechterung.

Ein wichtiger Indikator für die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage ist auch die Frage nach den Investitionsvorhaben: Zurückhaltung ist hier immer noch das oberste Gebot – ein gutes Drittel der Betriebe (34 Prozent gegenüber Herbst 2003: 44 Prozent) glaubt, dass die Investitionstätigkeit weiter sinken wird, knapp 60 Prozent sehen bereits eine Stabilisierung.