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Baukonjunktur: Wohnungsbau stützt Bautätigkeit ? Insolvenzen insgesamt rückläufig
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Sonntag, 18. April 2004 |
ZDB zur aktuellen Lage und Entwicklung im Bauhauptgewerbe im 4. Quartal 2003
In Westdeutschland lagen die Wohnungsbaugenehmigungen im IV. Quartal (trotz des hohen Basiswertes) um rund 2 Prozent über dem Volumen des Vorjahres. Für das Jahr ergibt sich somit ein Anstieg um 10,5 Prozent. In den neuen Ländern stieg das Genehmigungsvolumen für neue Wohngebäude binnen Jahresfrist um 11 Prozent (IV. Quartal) beziehungsweise 12,6 Prozent (Jahr). Bei den Nichtwohngebäuden gibt es keinen Gleichlauf der Entwicklungen in West- beziehungsweise Ostdeutschland. In den alten Ländern fiel das Genehmigungsvolumen im IV. Quartal um 22,4 Prozent zurück. In den neuen Ländern stieg es dagegen um 12 Prozent an. Für das Jahr ergeben sich Veränderungsraten von –13,1 Prozent beziehungsweise +25,3 Prozent.
Die Auftragseingänge wiesen bei den westdeutschen Baubetrieben im IV. Quartal gegenüber dem Vorjahr Einbußen um 6,7 Prozent, darunter im Hochbau –7,7 Prozent und im Tiefbau –5,6 Prozent auf. Im IV. Quartal verlief die Auftragsentwicklung für die ostdeutschen Betriebe wesentlich ungünstiger als noch zur Mitte des Jahres. Im Hochbau war das Minus gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres mit –7 Prozent verhältnismäßig moderat. Im Tiefbau brach die Ordertätigkeit mit –18,2 Prozent förmlich ein, so dass die Gesamtentwicklung mit –13,7 Prozent den ungünstigsten Quartalswert aufwies.
Die Beschäftigung in den Baubetrieben fiel im Westen wie im Osten um 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Mit rund 600 Tausend Beschäftigten in den westdeutschen Betrieben und 209 Tausend Beschäftigten in den ostdeutschen Betrieben lag die Beschäftigtenzahl nur wenig unter beziehungsweise auf der Höhe des Jahresdurchschnittswertes.
Die Bautätigkeit für den Wohnungsbau zog im 2. Halbjahr 2003 an, so dass im IV. Quartal nahezu das Produktionsvolumen von vor einem Jahr erreicht wurde. Mit dieser Belebung wurde auch das Gesamtergebnis gestützt. In den westdeutschen Baubetrieben wurde mit –3 Prozent und in den Betrieben Ostdeutschlands mit –2,8 Prozent in sehr ähnlichem Maße die geringste Quartalsabweichung bei der Produktion während des Jahres 2003 erzielt.
Die Insolvenzzahl verringerte sich 2003 im Bauhauptgewerbe auf 4.257 Fälle, das waren 355 Firmenzusammenbrüche weniger als im Jahre 2002. Während sich die Zahl der Insolvenzen im Westen um 3,9 Prozent auf 3.151 Fälle erhöhte, fiel die Zahl im Osten um fast ein Drittel auf 1.106 Insolvenzen.
Quelle: Zentralverband Deutsches Baugewerbe
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