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BayWa-Konzern wächst in rückläufigen Märkten
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Donnerstag, 1. April 2004 |
Im Baubereich besser als der Markttrend
Der BayWa-Konzern steigerte 2003 den Umsatz um zehn Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Das Wachstum kommt aus der Übernahme der WLZ Raiffeisen AG, Stuttgart, aber auch aus Marktzuwächsen in den Segmenten Energie und Bau. Die letztjährige Sommerdürre und die Investitionszurückhaltung der Landwirtschaft glich das Segment Agrar teilweise durch das erweiterte Vertriebsgebiet aus. Das um Einmalfaktoren bereinigte operative Ergebnis verbesserte der Konzern um 9,4 Prozent auf 40,8 Millionen Euro. Der Hauptversammlung wird eine stabile Dividende von 0,24 Euro pro Stückaktie vorgeschlagen. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Konzernleitung ein günstigeres wirtschaftliches Umfeld und weniger außerordentliche Einmalfaktoren. Vor diesem Hintergrund sind stabile Umsätze und Ertragssteigerungen geplant.
»Wir haben 2003 außergewöhnliche Herausforderungen gemeistert und uns operativ verbessert. Damit sind die Voraussetzungen für weitere Ertragssteigerungen geschaffen«, beschrieb Konzern-Chef Wolfgang Deml das abgelaufene Geschäftsjahr vor der Presse in München. Dies sei trotz schwacher Konjunktur, der extremen Sommerdürre, Ernteeinbußen und Investitionszurückhaltung in der Landwirtschaft gelungen. Besonders hob Deml die Integration der Stuttgarter WLZ hervor, die er »als sehr erfolgreich bereits im ersten Jahr der Verschmelzung« bezeichnete. Für 2004 erwarte er daraus positive Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns. Dieser bleibe auch weiterhin auf Wachstumskurs.
»Operativ haben wir unsere Zielvorgabe übertroffen«, kommentierte der BayWa-Chef die Verbesserung des DVFA-Ergebnisses von 37,3 auf 40,8 Millionen Euro. Das von 67,6 auf 22,2 Millionen Euro zurückgegangene Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erklärte Deml mit dem Einmaleffekt durch den Verkauf von Maximarkt in Österreich sowie mit außerordentlichen Einmalaufwendungen. Als Beispiele nannte er fusionsbedingte Aufwendungen und Risikovorsorgen bei Beteiligungen. Nach den Anhebungen in den letzten Jahren schlägt der Vorstand der Hauptversammlung diesmal eine Dividende in Vorjahreshöhe von 0,24 Euro pro Stückaktie vor. Dies sei angesichts der WLZ-Integration und der notwendigen Personalanpassung »angemessen«, sagte Deml.
Die Bilanzsumme des BayWa-Konzerns liegt wie im Vorjahr stabil bei 2,3 Milliarden Euro. Die Eigenkapitalquote verbessert sich von 26,3 auf 26,9 Prozent. Eigenmittel und langfristiges Fremdkapital machen die Hälfte der Bilanzsumme aus und decken neben dem gesamten Anlagevermögen auch zwölf Prozent des Umlaufvermögens.
Mit externem Wachstum höhere Umsätze
Der Konzernumsatz ist 2003 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 10,1 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro gewachsen. Zum einen steigerte die Muttergesellschaft BayWa AG durch das externe Wachstum die Erlöse. Zum anderen lagen auch in Österreich die Umsätze über den Vorjahreszahlen. Überdurchschnittlich trug der Energiesektor zu diesem Wachstum bei.
Bau: Besser als der Markttrend
Das Konzernsegment Bau bewegt sich immer noch in einem insgesamt stagnierenden, regional auch rückläufigen Markt. Trotzdem gelang in diesem Bereich eine Umsatzsteigerung um 6,9 Prozent auf 1,64 Milliarden Euro. Das EGT ist dennoch von 6,4 auf minus 1,7 Millionen Euro gesunken, da sich hier Einmaleffekte wie beispielsweise die Schließung des Marktplatzes »Bausolution” besonders ausgewirkt haben. Das DVFA-Ergebnis erreichte jedoch 13,9 Millionen Euro, das sind 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr.
Speziell im Baustoffhandel erwirtschaftete der Konzern bei einem Umsatz von 1,2 Milliarden Euro ein Plus von 5 Prozent. Der Zuwachs kommt neben Württemberg auch aus Bayern und Österreich. Zusammen mit Franchise beläuft sich der Baustoffumsatz auf 1,7 Milliarden Euro. Damit baut der Konzern die Position als zweitgrößter Baustoffhändler in Europa weiter aus.
Die Sparte Bau & Gartenmarkt steigerte durch externes Wachstum den Umsatz um 13 Prozent auf 392 Millionen Euro. In Österreich erzielte die Sparte inklusive Franchise entgegen dem Markttrend leichte Zuwächse. Mit Franchise summiert sich der Spartenumsatz insgesamt auf 722 Millionen Euro.
2004 bessere Grundlagen für stabile Geschäftsentwicklung
»Wir wollen 2004 den Umsatz stabilisieren und unser operatives Ergebnis verbessern«, so der Ausblick von Konzernchef Deml auf das laufende Geschäftsjahr. Als Gründe für seinen »vorsichtigen Optimismus« führte er ein leicht verbessertes konjunkturelles Umfeld, Synergien im Konzern und weniger Ergebnis belastende Einmaleffekte an. Als Zielgröße für das DVFA-Ergebnis nannte der Vorstandsvorsitzende »40 Millionen Euro plus x«. Ausgangspunkt für diese Entwicklung sind die für 2004 geplanten Umsatz- und Ertragssteigerungen der Geschäftssparten.
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