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Ralf Jünemann als Vorsitzender der Vereinigung Junger Bauunternehmer bestätigt PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 1. April 2004
Zukunftsforscher Huber referierte beim Jahreskongress Im Mittelpunkt des fachlichen Programms beim Kongress der Vereinigung Junger Bauunternehmer fand am 26. und 27. März in Berlin stand das Bauen im Bestand, mit einem Anteil von 63,4 Prozent der Wohnungsbauinvestitionen schon heute ein Wachstumsmarkt.

Um die Zukunft ging es im Vortrag von Thomas Huber, vom Zukunftsinstitut aus München. Er konstatierte zwei Megatrends, nämlich die Individualisierung unserer Gesellschaft, verbunden mit der Auflösung herkömmlicher familiärer Strukturen. Als Konsequenzen für das Bauen nannte er die Entwicklung so genannter »atmender Konzepte« für wechselnde Lebensphasen. Aus dem zweiten von Huber skizzierten Megatrend, nämlich der Alterung der Gesellschaft lässt sich ableiten, dass Vertrauen zwischen Kunde und Handwerker zukünftig eine Schlüsselstellung erhält. Nur wer die Sicherheits- und Bequemlichkeitsbedürfnisse seiner »älteren« Klientel ernst nimmt, wer zusätzlich eine einfache Abwicklung garantiert und wer in der Lage ist, auf die Bedürfnisse seiner zunehmend anspruchsvolleren Kundschaft einzugehen, hat zukünftig die Nase vorn.

Anschließend ging es um die konkrete Abwicklung von Baumaßnahmen im Bestand. Nach Ansicht von Karsten Schönberger, Architekt aus Karlsruhe, muss der Kunde, der eine Baudienstleistung in Auftrag gibt, im Mittelpunkt stehen. Transparenz während aller Phasen des Projektes, vom Planungsstadium bis zur Übergabe, erhöht die Zufriedenheit der Kunden. Mit Hilfe moderner EDV können Nachunternehmer und Partner besser koordiniert werden. Jedes Unternehmen weiß, wann es seine Leistung zu erbringen hat. Wenn alle über eine Plattform kommunizieren, so die Botschaft Schönbergers, haben alle Beteiligten, inklusive des Bauherrn, denselben Informationsstand. Dies ermöglicht die Einhaltung des Bauzeitenplans und spart damit Zeit und Geld.

In der Delegiertenversammlung der Vereinigung Junger Bauunternehmer wurde Ralf Jünemann aus Barsinghausen (Niedersachsen) als Vorsitzender in seinem Amt bestätigt. Jünemann forderte die jungen Bauunternehmer auf, sich in den Landesverbänden und vor Ort in den Innungen zu engagieren und die Interessen der Jüngeren einzubringen. »Nur wer mitmacht, hat die Chance mitbestimmen zu können. Wer außen vor bleibt, darf sich nicht wundern, wenn seine Interessen ebenfalls außen vor bleiben«, erklärte Jünemann.