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Handwerkstag Baden-Württemberg: Befriedigende Lehrstellenbilanz
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Sonntag, 22. Februar 2004 |
Maler und Lackierer nach wie vor beliebter Ausbildungsberuf
Trotz negativer Rahmenbedingungen wurden im baden-württembergischen Handwerk 21.521 Lehrverträge neu abgeschlossen. Für das laufende Ausbildungsjahr wurden 315 Verträge weniger als im Vorjahr unter Dach und Fach gebracht.
Bei den Lehrlingszahlen zulegen konnten vor allem die Bäcker und Fleischer. Das Nahrungsmittelgewerbe verzeichnete einen Zuwachs von 13,7 Prozent. Positiv auch die Bilanz bei Handwerken, die in diesem Jahr erstmals neu geordnete Berufsbilder angeboten haben, so beispielsweise den Kraftfahrzeugmechatroniker oder den Elektroniker im Elektrohandwerk. Im Kraftfahrzeuggewerbe haben 4,5 Prozent mehr Lehrlinge ihre Ausbildung begonnen als im Jahr zuvor. Zu den Spitzenreitern in der Beliebtheitsskala zählen bei den Mädchen erneut die Friseurin, die Fachverkäuferin im Bäcker- und Fleischerhandwerk, die Bürokauffrau und die Augenoptikerin. Bei den männlichen Lehrstellenbewerbern führten wie schon in den vergangenen Jahren die Kfz-Berufe, die Elektroinstallateure, die Maler und Lackierer sowie die Tischler die Hitliste an.
Die im letzten Jahr teilweise befürchtete Ausbildungszurückhaltung der Betriebe, die nach den Plänen der Bundesregierung aus der Meisterpflicht herausgenommen werden sollten, ist nach Einschätzung des Baden-Württembergischen Handwerkstages (BWHT) nur begrenzt eingetreten. Zwar befinden sich unter den Berufen mit rückläufigen Lehrlingszahlen überproportional häufig Berufe, die vom Verlust des Meisterbriefes bedroht waren, die Rückgänge dort halten sich aber in engen Grenzen.
Die 116.000 Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg beschäftigen mehr als 800.000 Mitarbeiter, bilden rund 56.000 junge Menschen aus und erwirtschaften einen Umsatz von 63 Milliarden Euro.
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