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Streik von Malern und Lackierern abgewendet PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 8. Februar 2004
IG BAU sichert Zusatzversorgungskasse und Löhne Der Tarifkonflikt im Maler- und Lackiererhandwerk ist durch einen Schlichtungsspruch gelöst worden. Wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt am 7. Februar mitteilte, hat die Tarifkommission der Gewerkschaft bereits grünes Licht für das Ergebnis gegeben. Damit ist ein Streik der Maler abgewendet und die Zusatzversorgungskasse gerettet. Außerdem wurden die Lohntarifverträge und der Mindestlohn für die 140.000 Beschäftigten der Branche gesichert. Der Urlaubsanspruch von 30 Tagen bleibt erhalten.

IG BAU-Vorstandsmitglied Andreas Steppuhn zeigte sich mit dem Kompromiss zufrieden: »Die Kürzung der Zusatzrenten ist vom Tisch, ab sofort wird die Ergänzungsbeihilfe wieder ausgezahlt.« Anfang Januar hatten die Arbeitgeber die Zahlungen eingestellt und somit Einbußen bei den 30.000 Rentnern von durchschnittlich mindestens 50 Euro verursacht. Zur langfristigen Sicherung des Zusatzrentensystems werde dieses ab 1. Januar 2005 auf ein individuelles kapitalgedecktes Verfahren umgestellt. »Alle tariflichen Ansprüche bleiben damit auch für die zukünftigen Rentner erhalten«, sagte Steppuhn.

Die Mindestlöhne werden ab dem 1.4.2005 für Gesellen um 1,9 Prozent erhöht auf dann 10,73 Euro (Osten: 9,37 Euro) und für ungelernte Arbeitnehmer um 2,1 Prozent auf 7,85 Euro (7,15 Euro). Parallel erhöhen sich die Löhne um 1,7 Prozent ab 1. Januar 2005.

Der Schlichtungsspruch beinhalte auch eine Verlängerung der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit um eine Stunde, allerdings mit vollem Lohnausgleich, betonte der Gewerkschafter. »Wir haben einen fundamentalen Angriff auf unsere Tarifverträge erfolgreich abgewehrt«, sagte Steppuhn. Ohne eine Einigung wäre die Existenz der Sozialkassen in Frage gestellt und ein erbarmungsloser Zerstörungswettbewerb der Betriebe eingeleitet worden. Dies sei im Interesse beider Seiten verhindert worden, so der IG BAU-Vorstand.

Quelle: IG Bauen-Agrar-Umwelt