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Bauwirtschaft Rheinland-Pfalz: Umsatz auch im letzten Quartal rückläufig PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 3. Februar 2004
Auftragsbestand aber leicht verbessert Im vierten Quartal 2003 war die Geschäftslage in den Sektoren Gewerblicher Bau, Öffentlicher Hochbau und Sonstiger Tiefbau in Rheinland-Pfalz nach wie vor äußerst unbefriedigend. Dagegen hat sich die Lage für die im Wohnungsbau sowie im Straßenbau tätigen Unternehmen etwas positiver entwickelt.

Der baugewerbliche Gesamtumsatz in Rheinland-Pfalz beläuft sich bis Ende Oktober 2003 auf 3,2 Milliarden Euro und liegt damit um drei Prozent unter dem Wert des Jahres 2002. Auf den Bereich Wohnungsbau entfällt hiervon ein Umsatz in Höhe von einer Milliarde Euro. Dies entspricht einem Minus von rund zwei Prozent. Die Umsätze in den Sektoren Wirtschaftsbau und Straßenbau waren sogar um 7,5 beziehungsweise zehn Prozent rückläufig.

Die Auftragsbestände der Unternehmen sind zum Ende des vierten Quartals 2003 in allen Bereichen im Vergleich zum Vorjahr höher. Im Wohnungsbau melden die Unternehmen einen Auftragsbestand von 1,5 Monaten, dies sind 0,3 Monate mehr als Ende des Jahres 2002. Im Tiefbau (ohne Straßenbau) hat sich der Auftragsbestand um 0,8 Monate auf nunmehr 2,2 Monate erhöht. In der Sparte Straßenbau ist der Auftragsbestand mit 1,9 Monaten ebenfalls um 0,6 Monate höher als im Vorjahr.

Die Zahl der Insolvenzen im Bauhauptgewerbe in Rheinland-Pfalz ist weiter unvermindert hoch. Bis Ende Oktober 2003 waren 193 Konkurse zu verzeichnen, diese waren 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Die weiterhin schwierige Situation im Baugewerbe insgesamt und hier insbesondere die schwer einzuschätzende Lage im Sektor Wohnungsbau lassen befürchten, dass im Jahr 2003 die Zahl der Unternehmenszusammenbrüche im Vergleich zu den Vorjahren überschritten wird.

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz hat sich zum Jahresende leicht verbessert. Die Zahl der Arbeitslosen im Bauhauptgewerbe hat sich um 3 Prozent auf nunmehr 8.540 Personen reduziert, die Zahl. der Kurzarbeiter ist um 30 Prozent gesunken, hier sind rund tausend Personen gemeldet.

Quelle: Baugewerbeverband Rheinhessen-Pfalz e.V.