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Sauganlagen bei "Muskator" in Riesa - "Sauberkeit gleich Sicherheit" PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 19. Juni 2003
Sauberkeit ist höchstes Gebot bei der Produktion von Tierfutter - dafür gibt es gleich drei triftige Gründe. Erstens müssen mögliche Verunreinigungen aus dem Futter ferngehalten werden. Zweitens sind die feingemahlenen Bestandteile des Futters ebenso entzündlich wie andere organische Stäube, z. B. Mehlstaub. Um die nicht zu unterschätzende Gefahr der Staubexplosion zu unterbinden, müssen somit alle Staubablagerungen sorgfältig entfernt werden. Drittens sind Stäube ein hervorragender Nährboden für unerwünschte Mikroorganismen und enthalten davon grundsätzlich höhere Konzentrationen. Aus diesem Grund haben die Muskator-Werke in Riesa in ihrer Produktionsstätte eine stationäre Absauganlage von Ruwac installiert, die über insgesamt acht Ebenen führt und dabei einen Höhenunterschied von 50 Metern überwindet. Auf jeder Ebene befinden sich die Anschlüsse für einen Sauger; wird die Klappe des Anschlusses geöffnet, schaltet selbsttätig das Saugaggregat ein, das sich in der sechsten Etage befindet, und der Bediener kann die abgelagerten Stäube aufsaugen. Selbstverständlich ist die gesamte Anlage auf die Anforderungen des Explosionsschutzes abgestimmt; sie ist geeignet für den Einsatz in Zone 21 (Staub-Ex) nach ATEX 95. Da sichergestellt ist, dass sich auf den einzelnen Produktionsebenen nur Produktbestandteile ablagern, kann das Sauggut in den Prozess zurückgeführt werden. Dies geschieht über eine Zellenradschleuse, die unterhalb des Filterkastens der Absauganlage installiert wurde. Die SPS-gesteuerte Anlage ist für eine Saugleistung von rund 1.000 m3/h ausgelegt. Die Filter werden Differenzdruck-gesteuert automatisch abgerüttelt; der Sammelbehälter verfügt über eine Füllstandsüberwachung, die die Entleerung des Behälters in die Zellenradschleuse überwacht. Somit kommt die Anlage mit einem Minimum an Bedienaufwand aus. Und obwohl Ruwac schon viele stationäre Absaugsysteme entwickelt und gebaut hat, ist die Anlage für Muskator mit 50 Meter senkrechter Rohrleitung einzigartig. Nicht nur die Leistung, auch konstruktive Details mussten auf diese Höhe abgestimmt werden. So sorgt ein von der SPS angesteuertes Quetschventil in der untersten Ebene für die Entleerung der Rohrleitung während der Nachlaufzeit nach dem Schließen des letzten Saugventils. Da Muskator mit dieser Anlage vollauf zufrieden ist, lag es nahe, sich auch mit einem weiteren Projekt an Ruwac zu wenden. Diesmal sollte die Reinigung und Restentleerung der Silofahrzeuge in der Verladestation optimiert werden. Bisher verwendete man einfache Besen, um z.B. die Versteifungen in den Silos von Ablagerungen zu reinigen. Das Kehrgut wurde dann über die Revisionsklappen entfernt. Diese Methode war recht zeitaufwändig, und - wichtiger noch - sie entsprach nicht mehr den Anforderungen an
die Produktreinheit über den gesamten Herstellungs- und Transportprozess. Vor allem bei Produktwechseln müssen die Lkw gründlich gereinigt werden: Hier sind Hersteller und Kunden inzwischen sehr sensibel. Die neue Anlage arbeitet jetzt sehr viel effektiver. An der Verladestation wurde eine Stahlkonstruktion mit einer Saugleitung aufgestellt. Der Lkw-Fahrer kann an mehreren Stellen einen Saugschlauch anschließen und damit das Silo gründlich von innen reinigen. Das Saugaggregat, ein 4 kW-Drehstromsauger, ist auf einer kleinen Plattform am Stahlgerüst angebracht. Ein großzügig dimensionierter Pufferbehälter nimmt das Sauggut auf. Eine Füllstandskontrolle signalisiert dem Bediener, wenn der Behälter voll ist; der Inhalt wird dann in eine Schubkarre entleert. Diese vergleichsweise einfache Anlage, die Ruwac aus Standardkomponenten zusammenstellte, arbeitet hocheffektiv und gewährleistet die erforderliche Reinheit der Silofahrzeuge. Damit trägt sie auch zu sicheren Prozessketten in der Tierzucht und -ernährung bei: ein Thema, das heute viele Verbraucher beschäftigt.

www.ruwac.de