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Dienstag, 10. Dezember 2002 |
Erhebliche Zeitersparnis durch Spezialfahrzeug
Ganz wesentliche Einsparungen brachte einem Automobilzulieferer die Anschaffung eines maßgeschneiderten Werkzeug-Wechselwagens. Vor der Investition in das neue Fahrzeug wurden die Werkzeuge bei Produktumstellung in der Presse montiert. Das war nicht nur ziemlich unbequem, sondern auch ein langwieriger Prozeß. Zeiten von sechs bis sieben Stunden waren durchaus an der Tagesordnung. Heute werden die Werkzeuge außerhalb der Pressen auf so genannten Rüstböcken zusammengebaut. Man wechselt also das komplette Werkzeug und braucht - bis eine Presse wieder weiterarbeiten kann - weniger als eine Stunde, das heißt, rund ein Sechstel der zuvor benötigten Zeit. Wer den Stundensatz einer Presse kennt, weiß, was das heißt...
Den Transport der Werkzeuge zwischen den Pressen und den Rüstböcken erledigt ein Gerät von Baka aus Remshalden.
Genau angepasst Ein solches Fahrzeug muß, damit es seine Aufgabe auf das Wirtschaftlichste erfüllen kann, exakt den Gegebenheiten angepaßt sein. Das bezieht sich auf die Anfahrmaße ebenso wie auf Verriegelungseinrichtungen und Sensoren zur Aufrechterhaltung der notwendigen Sicherheit.
Der Werkzeugwechsler ist rund 3,5 Meter lang, 2,0 Meter breit und 1,1 Meter hoch, wiegt mit der 80 V/480-Ah-Batterie 8 Tonnen und kann maximal 20 Tonnen schwere Werkzeuge transportieren. Das Lastaufnahmemittel besteht aus zwei mit Rollen versehene Tragleisten, die auf einer stabilen Plattform montiert sind. Vier Hubzylinder dienen dazu, die Plattform auf das exakte Übergabeniveau zu bringen.
Auf gleichem Niveau Das Werkzeug wird auf dem Rüstbock abgelegt und von dort auch wieder aufgenommen. Außerdem ist es erforderlich, das Werkzeug vor der Presse horizontal auszurichten, um es mit dem fahrzeugeigenen Abschieber reibungslos über eine Distanz von knapp zwei Metern in die Maschine bringen zu können. In der Maschine selbst befinden sich hydraulisch heb- und senkbare Rollen, die das Schieben und Ziehen des Werkzeugs ermöglichen. Eine Zentriernut sorgt für die exakte Positionierung.
Zum feinfühligen und genauen Positionieren des Baka-Fahrzeugs nutzt man die Vierwegetechnik. Die elektronische Vielwegelenkung verfügt über 12 Fahrprogramme.
Feinfüllig in Position Damit sind auch Fahrbewegungen wie "Hundegang" oder Kreisfahrt möglich. Die beiden Fahrantriebe mit Kegel-Stirnradgetriebe (jeweils 6 kW) sind zur Anpassung an unvermeidbare Bodenunebenheiten über eine Schwinge pendelnd gelagert. Die Bedienung des Fahrzeug geschieht über ein tragbares Bedienpult, das über ein ausreichend langes Kabel mit dem Gerät verbunden ist, um die Abläufe von allen Seiten genau beobachten zu können. |