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Montag, 2. Dezember 2002 |
RoCAD für die Haustechnik hilft bei Gebäudesanierung
Peter Casparis ist beim Umbau des Regionalspitals Oberengadin im Schweizerischen Samedan für die Planung der Lüftungsanlagen zuständig. Als Planungswerkzeug verwendet er RoCAD für die Haustechnik von der Mensch und Maschine Software AG und nutzt dabei vor allem die 3D-Funktionen. Auch wenn er noch viele Wünsche an die Software hat, ist er sicher: "3D ist eine Investition in die Zukunft."
Die Planungen für den Spitalumbau hatten bereits 1998 begonnen, und die ersten beiden Etappen wurden in den Jahren 2000 und 2001 realisiert. In der dritten Etappe werden die Bettengeschosse zwei bis sechs saniert, der Baubeginn steht kurz bevor.
Peter Casparis hatte schon die Lüftungsanlagen für die ersten beiden Bauabschnitte konzipiert, damals noch als Angestellter eines größeren Büros in Chur. Schon vor dieser Zeit hatte er mit AutoSketch, AutoCAD und schließlich auch der AutoCAD-Applikation RoCAD gearbeitet und erste Erfahrungen in der 3D-Konstruktion gesammelt.
Anfang 2001 wagte Casparis den Schritt in die Selbstständigkeit und spezialisierte sich - zunächst als Ein-Mann-Unternehmen - auf die Planung von Lüftungsanlagen für private und öffentliche Bauherren. Das Spital Oberengadin blieb ihm als Kunde erhalten, andere größere Projekte sind das Altenheim Hinterrhein in Andeer, die Feinwerkoptik Zünd AG in Werdenberg, das Hotel Alpina in Vals und der Bahnhof in Affoltern am Albis.
Daß eine seiner größten Investitionen ein CAD-System sein würde, war ihm von Anfang an klar. Auch wußte er, daß er mit einem 3D-System arbeiten wollte. "Ich denke beim Planen inzwischen dreidimensional", erklärt Peter Casparis, "es ist völlig undenkbar für mich, nur noch 2D zu arbeiten."
Bevor er sich entschied, das System einzuführen, das er von seinem bisherigen Arbeitgeber kannte, prüfte er das Angebot auf dem Markt. Schließlich war er schon früher mit einigen Funktionen der Software nicht recht zufrieden und hoffte, daß andere Programme diese Aufgaben besser lösen würden.
Allerdings wurden seine Erwartungen enttäuscht: Sicher war nur, daß er eine Menge Zeit zum Umlernen investieren muß, unsicher war auch nach diversen Vorführungen, ob die anderen Programme speziell bei der Bemaßung und beim Plotten tatsächlich besser sind. Casparis kam also wieder auf die bewährte RoCAD Software zurück.
Er hatte die Feinheiten und Änderungen der gerade freigegebenen Programmversion noch an seiner alten Arbeitsstelle in einer internen Schulung kennengelernt. So brauchte er nach der Gründung der eigenen Firma nicht in Schulung zu investieren, sondern konnte sofort planerisch loslegen.
Obwohl Peter Casparis seine Lüftungsanlagen - und zwar sowohl die Zentralen als auch die Anlagen in den einzelnen Stockwerken - immer dreidimensional konstruiert, erhält er von Architekten und anderen am Bau beteiligten Planern nur 2D-Zeichnungen. "Ich glaube, in der Umgebung von Chur gibt es keinen einzigen Architekten, der in 3D arbeitet", mutmaßt der Planer.
Die Daten, die Casparis meist im DXF-Format erhält, speichert er auf seinem Rechner und fügt sie als externe Referenzen, sogenannte XRefs, in die aktuelle Planung ein. Wenn es eine aktualisierte Version der Architekturzeichnung oder eines anderen Gewerkes gibt, wird einfach das XRef getauscht. An der eigenen Zeichnung braucht man nichts zu verändern. Auch ist es nicht möglich, beim Zeichnen die Daten des XRefs versehentlich zu manipulieren und so die Arbeitsgrundlage zu verändern.
Da AutoCAD und RoCAD sowohl 2D als auch 3D beherrschen, ist die Kombination dieser beiden Verfahren in einer einzigen Zeichnung problemlos möglich. RoCAD ist außerdem in der Lage, die dreidimensional gezeichneten Anlagen automatisch als normgerechte 2D-Werkpläne anzuzeigen und zu plotten, so daß die ausführenden Firmen ihre Pläne weiterhin in der gewohnten Weise erhalten.
"Es macht Spaß, so schnell und leicht zu konstruieren, und am Bildschirm genau verfolgen zu können, wie die Anlage später aussehen wird", erklärt Peter Casparis, der dennoch einige Wünsche an die Software-Entwickler hat. Verbesserungsbedürftig sind beispielsweise die Funktionen für die Bemaßung, für Aussparungen und Stücklisten. Auch der Export der Geometriedaten an andere CAD-Programme sei, so Casparis, umständlich und nicht immer ganz korrekt. Am liebsten würde er sich einmal pro Jahr oder sogar öfter mit anderen RoCAD-Anwendern und den Entwicklern treffen, um Erfahrungen auszutauschen und über Änderungs- und Erweiterungswünsche zu diskutieren.
RoCAD-Anwender aller Länder vereinigt euch! In der Zwischenzeit hat Peter Casparis einen RoCAD-Anwender aus Deutschland kennengelernt, der die Lüftungsanlagen vom Terminal 1 des Münchner Flughafens mit RoCAD erfaßt und für Archivierung und Facility Management aufbereitet. Dieses Unternehmen hat durch guten Kontakt zu den RoCAD-Entwicklern viel zur Weiterentwicklung der Software beigetragen. Hier hofft auch Casparis, noch stärker profitieren zu können.
"Nicht auszuschließen, daß bei mir sogar noch Ausbildungsbedarf besteht", grinst er. "Ich kenne die Software zwar schon sehr lange, aber ich würde meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, daß ich wirklich alle Funktionen optimal nutze." Sicher ist er sich allerdings, daß er viele Tricks beherrscht, mit deren Hilfe das Programm am Schluß doch genau das produziert, was er braucht.
Für Peter Casparis steht fest: "Schneller ist man nicht, wenn man 3D arbeitet. Dafür ist die Qualität deutlich besser. Wenn die kleinen Unstimmigkeiten nicht wären, wäre das Preis-/Leistungsverhältnis bei RoCAD wirklich einzigartig. Ich bin überzeugt, daß die Software-Entwickler hier entsprechende Leistungen erbringen werden."
Fazit: Wer Installationen nicht nur so darstellen will, dass die Profis sie lesen können, sondern auch so, dass Laien sie verstehen, der kommt an einem 3D-CAD-Programm nicht vorbei. Man kann einem Bauherren oder Auftraggeber mit noch so vielen Worten ausmalen, wie ein Projekt aussieht - ein Bild sagt halt mehr als tausend Worte. Außerdem: 3D-CAD-Programme sind gerade in der Planungs- und Installationsphase, wenn immer noch Änderungswünsche einfließen, unverzichtbar; auch um zu kontrollieren, ob sie überhaupt sinnvoll beziehungsweise zu realisieren sind. |
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