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Keine frostige Angelegenheit |
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Montag, 2. Dezember 2002 |
Herkömmliche Heizungen sind durchaus verzichtbar
Was noch vor wenigen Jahren unvorstellbar war, hat heute Einzug in zukunftsorientierte Eigenheime gehalten: Innovative Energiesparkonzepte, die den Einsatz von traditionellen Heizungssystemen mehr und mehr in Frage stellen. Daß dies in der Sommerzeit keine Probleme bereitet, versteht sich von selbst. Doch wie lebt es sich bei lang anhaltenden, starken Minusgraden? Dagmar und Michael Eberle im fränkischen Schwabach geben die klare Antwort: "Das ist keine frostige Angelegenheit!"
Bauen? Ja! Aber nur unter ökonomisch wie ökologisch bestmöglichen Bedingungen. Konsequent haben Dagmar und Michael Eberle dieses Ziel verfolgt und verwirklicht. Sie bewohnen ihre großzügigen eigenen vier Wände mit 173 m² Wohn- und 261 m² Nutzfläche seit einem Jahr und können quer durch alle Jahreszeiten ein rundum positives Resümee ziehen. Denn von Sonne satt bis zu anhaltend frostigen Verhältnissen war in den zurückliegenden 12 Monaten alles geboten. Einige Freunde mit naturgemäß doch eher laienhaften Vorstellungen gehörten ebenso zu den Skeptikern wie Profis aus der Gebäudetechnik und aus dem Elektrohandwerk, die sich fragten, ob dieses Haus auch warm genug ist, wenn draußen für längere Zeit die Null-Grad-Marke deutlich unterschritten wird.
Der Kälte die kalte Schulter gezeigt Ein Jahr nach dem Einzugstermin gibt es in punkto Wohlfühlfaktor keine offenen Fragen mehr. Das 3-Liter-Haus der Eberles in Holzständerbauweise belegt eindrucksvoll, wie verzichtbar traditionelle Heizungssysteme sind, wenn in der Planungsphase Bauphysik und Anlagentechnik ideal aufeinander abgestimmt werden. Die sicherheitshalber eingeplante maximale Heizleistung von 11 kW wurde kaum mehr als zur Hälfte gebraucht, obwohl ab Mitte Dezember 2001 bis Ende Januar 2002 im Großteil Deutschlands starker Dauerfrost herrschte. Im ganzen Haus war jederzeit wohlige Wärme garantiert. Grund genug für energie- und umweltbewußte künftige Bauherren, sich für vergleichsweise Konzepte zu entscheiden. Und ebenso Grund genug für Unternehmen in der Haus- und Gebäudetechnik wie auch im Elektrohandwerk, jetzt die richtigen Weichen zu stellen. Ganz einfach, weil nicht wassergeführte Systeme wie dieses prädestiniert sind als zusätzliches, zukunftsträchtiges Betätigungsfeld für Elektrobetriebe!
Substantielle Basis geschaffen Innovative Haustechnik kann ihre Stärken immer nur dann voll ausspielen, wenn die bauphysikalischen Voraussetzungen stimmen. Dazu zählen die funktionelle Holzbauweise und die effiziente Wärmedämmung aller Hohlräume in den Außenwänden mit Zelluloseflocken ebenso wie die noch nicht alltägliche Isolierung der Innenwände mit Flachs. Ergänzend dazu verfügt dieses Haus über dreifach verglaste Fenster. Es erzielt damit in punkto Dämmung und Dichte vorbildliche Werte. Das intensive Wohl- und Wohngefühl, von dem Dagmar und Michael Eberle berichten, wird aber nicht allein von diesen beiden Faktoren erzeugt. Ökonomisch gesehen sorgt die maximale Wärmedämmung dank winddichter Außenwände zwar für wenig Primärenergieverbrauch und damit für mehr Geld im Portemonnaie, doch zum rundum guten Gefühl trägt die installierte Wärme- und Lüftungstechnik bei.
Sie sorgt für angenehme Temperaturen in den Räumen, obwohl ein ständiger, wirkungsvoller Austausch zwischen verbrauchter und frischer Luft stattfindet und in jedem Raum individuell die Raum- beziehungsweise Bodentemperaturen zu regeln ist. Im konkreten Fall bedeutet es, daß sich dank optimaler Dämmung der geringe Heizbedarf statt mit Öl oder Gas großteils durch die passive und aktive Wärmerückgewinnung des AEG Kompaktgerätes deckt. Bei über +10 Grad wird mittels passiver Wärmerückgewinnung aus der verbrauchten Abluft temperiert. Unter +10 Grad kommt ergänzend die eingebaute Wärmepumpe zum Einsatz. Erst bei frostigen Verhältnissen schalten die Eberles zeitweise die Elektro-Zusatzheizung ein. Ansaugen Erwärmen Verteilen Ableiten. Das Medium Luft spielt hier eine hochwirksame Rolle.
Den richtigen Partner gewählt Der Kernsatz von Michael Eberle: "Wir besitzen ein richtiges Wohlfühlhaus", kommt nicht von ungefähr. Schließlich hat er sich selbst gründlich über die System-Komponenten informiert, mit denen die AEG Haustechnik ganzheitliche Energieeinsparlösungen konzipiert und realisiert. Entschieden hat er sich letztlich für das zentrale Wohnungslüftungskompaktsystem mit Wärmerückgewinnung. Zusätzlichen Komfort bieten drei AEG-Thermo Böden im Flur des Erdgeschosses und in den beiden Bädern. Sicherheitshalber wurden in dem Gebäude noch mehrere Konvektoren für die kältesten Tage des Jahres installiert.
Manfred Gerngroß, im AEG-Team Produktmanagement Lüftungssysteme für die Planung verantwortlich, liefert die konkreten Hintergrundinformationen dazu. Sein technisch-betriebswirtschaftlicher Ansatz: Die Grundlast der Wärmeerzeugung trägt unser kompaktes Lüftungssystem mit aktiver und passiver Wärmerückgewinnung. Die elektrische Zuluft-Nacherwärmung wird nur jenseits der 0 Grad Grenze benötigt. Bei dem Projekt in Schwabach liegt der tatsächliche Energieaufwand unter den berechneten Werten. Die Zusätzlich eingeplanten Konvektoren wurden trotz des kalten Winters nur für wenige Stunden benötigt. Die Kosten für die Energie sind damit niedriger als erwartet. Dazu addieren sich noch als Pluspunkte, daß es zum Beispiel keine Grundgebühren wie bei Gas gibt und auf Schornstein sowie Ölkeller verzichtet werden kann. Vom gesunden Wohnklima ganz zu schweigen, das sich mit der kontinuierlich zugeführten, frischen und vorgewärmten Luft im gesamten Haus verbreitet.
Warmes Wasser aus Abwärme Warmes Wasser ist nicht erst seit der neuen Energie-Einsparverordnung ein relevantes Thema. Hier wird es durch Energierückgewinnung mittels Wärmepumpe abgehakt. Ebenso überzeugend sind die intelligent geschnürten, vorkonfektionierten Paketlösungen, durch die die einzelnen Räume über separate Leitungen und damit ohne den lästigen Telefonieeffekt versorgt werden. Installiert wird dabei nach den von der AEG-Haustechnik ausgearbeiteten Verlegeplänen. Das spart nicht nur Zeit und Geld, es sorgt auch für differenzierte Lufttemperaturen und Luftmengen in den einzelnen Räumen. Über die elektrischen PTC-Nachheizregister im installierten AEG-Luftverteilsystem Ventitherm können Dagmar und Michael Eberle die Temperatur in jedem Raum separat am Thermostat regeln.
Fazit: Planer und Praktiker arbeiten erfahrungsgemäß dann am effektivsten, wenn die herstellerseitige Unterstützung lückenlos funktioniert. Produkt- und Systembezogen. Für die AEG-Haustechnik ist dieses Teamwork Teil des Erfolgs. Erfahrene Ansprechpartner unterstützen die Praktiker vor Ort. Von der ersten Idee bis zur endgültigen Installation. Und bei Bedarf natürlich auch weit darüber hinaus. |