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Aus einem Guß PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 30. Oktober 2002
Zentrale Absauganlage in einer Eisengießerei

Im hessischen Sinn stellt die Doering GmbH & Co. KG Werkzeugteile aus Lamellen- und Kugelgraphitguß her, die nach dem Gießen "geputzt", das heißt, entgratet und von Produktionsrückständen gereinigt werden müssen. Um die Rückstände dauerhaft zu entfernen, werden sie mit einer zentralen Absauganlage von Ruwac abgesaugt. Erst 1976 gegründet, zählt die Ruwac Industriesauger GmbH, Melle, zu den Marktführern bei der Projektierung, der Konstruktion und dem Bau von Industriesaugern. Der hohe Qualitätsanspruch, den das junge Unternehmen an seine Produkte stellt, soll für Zuverlässigkeit und lange Lebensdauer bürgen. Beim Bau aller Absaugeinheiten - unabhängig davon, ob Standard oder kundenspezifisch maßgeschneidert - greift Ruwac auf ein bewährtes Baukastensystem an erprobten Komponenten zurück. Die Produkte sind häufig in sehr sensiblen Bereichen der Produktionsbetriebe eingesetzt, daher steht der Sicherheitsgedanke ganz oben an.

Saubere Luft beim Gußteilputzen

Die Arbeitsplätze, an denen die gegossenen Teile geputzt werden - insgesamt elf Stück -, sind alle mit einer Anschlußmöglichkeit für einen Saugschlauch ausgestattet. Sobald der Bediener den Klappdeckel des Anschlusses öffnet und den Sauganschluß einsteckt, schaltet sich die Anlage ein. Die Anschlüsse sind über eine Rohrleitung mit der zentralen Filteranlage verbunden; drei Saugaggregate mit je einem 7,5-KW-Antrieb sorgen für die nötige Saugleistung bei einer Luftförderung von maximal 490 Kubikmeter pro Stunde. Die Saugaggregate schalten die benötigte Leistung zu oder ab, je nachdem wie viele Reinigungsstellen gerade aktiv sind - das spart Energie. In der Regel sind nicht mehr als zwei Arbeitsplätze zugleich in Betrieb.

Die abgesaugte Luft durchströmt einen Taschenfilter mit einer Freifläche von 11 m², die von einer elektronischen Steuerung überwacht wird. Die Steuerung veranlaßt auch - bei einem festgelegten Differenzdruck von etwa 50 mbar - die automatische Abreinigung des Filters. Dann wird der Filter im Gegenstrom mit Druckluft beaufschlagt, so daß der am Filter zurückgehaltene Schmutz abgelöst wird und in den Sammelbehälter fällt. Die abgesaugten Gußrückstände werden in einen 500 Liter fassenden, fahrbaren Kippcontainer gesammelt. Wenn der Behälter voll ist, hebt sich das Filteraggregat pneumatisch an und ermöglicht die Entnahme und Entleerung des Containers. Eine Sicherheits-Lichtschranke überwacht diesen Vorgang, so daß der Bediener den Filter nur dann absenken kann, wenn sich der Container in der richtigen Position befindet. Eine "Kippbremse" stellt sicher, daß der Behälter nur mit geringer Geschwindigkeit entleert werden kann. So wird eine übermäßige Staubbildung verhindert.

Automatische Abreinigung und großvolumige Entsorgung

Bei Doering sieht man den Vorteil der Absauganlage gegenüber mobilen Industriesaugern unter anderem darin, daß die Anlage wenig Platz benötigt und daß Filtration und Entsorgung zentral angeordnet sind. Die elektronische Steuerung trägt zu einem sicheren, zuverlässigen Betrieb bei; der großvolumige Sammelbehälter muß nur selten entleert werden.