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Neues Meister-BaföG ist ein Renner PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 8. August 2002
ZDH: Zahl der Anträge in fast allen Bundesländern gestiegen Das neue Meister-BAföG wird von jungen Handwerkern deutlich mehr in Anspruch genommen als die bisherige Regelung. Die attraktiven, finanziell verbesserten Förderbedingungen haben seit Inkrafttreten des neuen Gesetzes im Januar 2002 zu einer Steigerung der Anträge in fast allen Bundesländern geführt. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH).

So wurden aus Hamburg und Brandenburg Steigerungen von über 100 Prozent gemeldet. Im Bundesland Thüringen hat sich die Zahl der Anträge gegenüber dem Vorjahr schon in den ersten fünf Monaten um 85 Prozent erhöht. In Bremen stieg die Zahl der Anträge bis Ende Mai um 83 Prozent.

Laut ZDH erreicht die seit Jahren vom Handwerk geforderte Novellierung des Meister-BaföG jetzt endlich die jungen Fachkräfte, die eine Karriere als Führungskraft oder selbständige Unternehmer im Handwerk anstreben. Dabei werde durch die Existenzgründerkomponente eine fast 100-prozentige Förderung der Meisterausbildung erreicht. Voraussetzung dafür ist, dass sich der Teilnehmer eines Meisterkurses nach bestandener Prüfung selbständig macht oder einen bestehenden Betrieb übernimmt und zwei Mitarbeiter beschäftigt.

In den nächsten zehn Jahren stehen mehr als 200 000 Handwerksbetriebe vor einem Generationswechsel. Die Nachfrage nach qualifizierten Führungskräften im Handwerk werde daher weiter steigen, betont der ZDH. Mit der umfangreichen Förderung durch das neue Meister-BAföG werde die berufliche Entwicklung und Fortbildung im Handwerk nun erheblich erleichtert.